Redaktion

Tag 5 beim GP Joule Windsurf Worldcup Sylt

  • Tobias Weidekemper
02.10.2013

Hochsee-Surfen vor Sylt: Extrem weit draußen fuhren die Slalom-Piloten zwei komplette Wertungen ein, die Bedingungen waren allerdings nicht jedermanns Sache.

Waren die Renn-Kurse in den letzten Tagen noch so dicht am Strand, wie es bei Ostwind nur möglich ist, mussten sich die Fahrer heute in Richtung Helgoland orientieren. Um der Windabdeckung der Westerländer Betonburgen zu entgehen, wurden die Bojen weit draußen platziert. Für die Zuschauer waren also gute Ferngläser oder große Objektive angesagt, um das Renngeschehen direkt verfolgen zu können.

Nach seinem Sieg vorgestern knüpfte Josh Angulo an seine starke Leistung an und gewann bis kurz vor Schluss jeden seiner Läufe. Folgerichtig holte er sich auch seinen zweiten Sieg hier auf Sylt, vor Julien Quentel und Weltmeister Antoine Albeau. Sichtlich geschafft beschrieb er anschließend am Strand seinen Final-Lauf: "Von hinten hörst du den Gegner beschleunigen, aber du drehst dich nicht um, sondern hältst hin und gibst einfach Vollgas!"

Die Deutschen waren hingegen vom Pech verfolgt und schieden mit Ausnahme von Sebastian Kördel bereits in der ersten Runde aus. Der Mann vom Bodensee musste dann im Viertelfinale die Segel streichen. Vincent Langer hatte besonders Pech und wurde nach einem Frühstart disqualifiziert. Auch Björn Dunkerbeck kam nicht über den ersten Lauf hinaus und schimpfte anschließend "Ich hoffe, dass der Wind mal endlich richtig durchkommt, so dass wir einen richtigen Slalom fahren können, und nicht immer in diesen Micky-Maus-Bedingungen!"

Beim zweiten Durchgang des heutigen Tages war der Wind dann deutlich konstanter, es gab immerhin keinen einzigen Abbruch wegen Windlöchern. Wieder kam mit Sebastian Kördel nur ein Fahrer mit dem "G" im Segel weiter, doch in einem sehr starken Feld war dann auch wieder Schluss. "Wir sind natürlich auch gute Fahrer, aber das Level ist einfach unglaublich hoch", erklärte Vincent Langer die mageren Ergebnisse. "Das ist dieses Jahr die dritte Regatta auf Sylt, und die Bedingungen sind sehr untypisch mit Flachwasser statt Wellen."

An der Spitze sah es zunächst danach aus, als ob Josh Angulo heute unschlagbar sei, so souverän gewann der in Boston lebende Ami einen Lauf nach dem anderen. Doch im Finale musste er dann Alberto Menegatti aus Italien den Vortritt lassen, der sich damit eine kleine Chance auf den WM-Titel bewahren kann. Antoine Albeau liegt jedoch in der Event-Wertung weiter vor ihm, so dass es schwer werden dürfte, denn extrem konstanten und erfahrenen Franzosen noch zu schlagen. 

Nach zwei kompletten Läufen weit draußen schickte die Rennleitung die Fahrer zunächst noch für einen weiteren Durchgang wieder aufs Wasser, doch wegen eines Windloches wurde der Tag kurz vor dem geplanten Start für beendet erklärt. Für den sichtlich geschafften Josh Angulo und alle anderen gab es also einen wohl verdienten frühen Feierabend. Die Aussichten für morgen versprechen recht starken Wind aus Südost, so dass es auf jeden Fall für weitere Rennen reichen dürfte!

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