Tag 9 beim GP Joule Windsurf Worldcup Sylt

  • Tobias Weidekemper
 • Publiziert vor 8 Jahren

Entspannter Ausklang des 30. Sylter Worldcups: Bei strahlendem Sonnenschein konnten sich Fahrer und Zuschauer von den Partys am Samstagabend erholen. Wind und damit auch Rennen gab es erwartungsgemäß nicht mehr.

Auch wenn die Wettkampfleitung die Slalom-Fahrer noch nicht gleich am Morgen entlassen wollte, rechnete niemand mehr mit weiteren Wettkämpfen. Die Starter in Wave und Freestyle hatten ohnehin schon größtenteils ihr Equipment zusammengepackt und warteten auf die Siegerehrung. Nach den zahlreichen Partys am Vorabend waren die meisten aber auch ganz froh über ein bisschen Ruhe zur Erholung. Für die Zuschauer auf dem Worldcup-Gelände gab es wieder diverse Interviews, Autogrammstunden und Aktionen der Sponsoren.

Damit geht ein ausgewogener Worldcup auf Sylt zu Ende, der eigentlich nur bei den Waveridern Wünsche offen ließ. Vor allem Weltmeister Philip Köster hätten viele Besucher gerne in Aktion auf dem Wasser erlebt, doch die Bedingungen ließen einen Start in der Welle bei Weitem nicht zu. Mit fünf Slalom-Wertungen und einer Double Elimination im Freestyle gab es aber dennoch ordentlich was zu sehen. Um die Wettfahrten jedoch genau verfolgen zu können, waren die Zuschauer am Strand jedoch auf gute Ferngläser oder die Ansagen der Moderatoren angewiesen. Denn der ablandige Ostwind führte dazu, dass die Slalom-Kurse und die Contest Area im Freestyle weit draußen platziert wurden, um die Verwirbelungen und Windlöcher durch die Hochhäuser möglichst gering zu halten. 

Und auch die Besucher, Aussteller und Sponsoren des GP Joule Windsurf Worldcups auf Sylt dürften zufrieden sein: Abgesehen von zwei bitterkalten Tagen und ein paar Schauern schien fast durchgehend die Sonne und lockte Tausende Zuschauer an den Brandenburger Strand. Außerdem waren mit Philip Köster, Björn Dunkerbeck und Stargast Robby Naish große Namen vertreten, die auch Nicht-Windsurfer faszinieren. Einziger Wermutstropfen: Die traditionelle Night Session musste mangels geeignetem Wind in diesem Jahr ausfallen. Die Ausweich-Variante einer Tow In-Session ist aus Umweltschutz-Gründen nicht mehr erlaubt. Im Mittelpunkt stand noch einmal Bernd Flessner, der seine Karriere nach 25 Jahren hier auf Sylt mit einem starken sechsten Platz im letzten Slalom beendete.

Mit Antoine Albeau und seinem siebten Titel sowie Freestyle-Champion Kiri Thode wurden hier auf Sylt auch zwei Weltmeister gekürt. Während Antoine Albeau mit äußerst kontrollierten und überlegten Läufen seine WM-Führung vor Westerland behielt. Die Freestyler hingegen machten es spannend. Gollito Estredo und Kiri Thode kamen punktgleich nach Sylt, mit seinem Sieg in der Single Elimination bewahrte sich auch Steven van Broeckhoven seine Titelchancen. In der Double Elimination entschied dann der allerletzte Final-Heat zwischen Kiri und Steven nicht nur über den Event-Sieg, sondern auch über den WM-Titel. Die Waverider haben mit Maui und Chile noch zwei Events vor sich, bevor feststeht, ob Philip Köster seine dritte Weltmeisterschaft feiern kann oder ob es einen neuen Champion gibt.

Worldcup Sylt - Tag 9

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Sonne, Sekt und Siegerehrung

Themen: Antoine AlbeauKiri ThodeRobby NaishSyltWorldcup


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