Trimm-Tipp: Freeridesegel Neilpryde Hellcat Trimm-Tipp: Freeridesegel Neilpryde Hellcat Trimm-Tipp: Freeridesegel Neilpryde Hellcat

Trimm-Tipp: Freeridesegel Neilpryde Hellcat

  • Manuel Vogel
 • Publiziert vor 5 Jahren

Das Hellcat ist Hobbyracers Darling. Neilpryde-Importeur Manfred Rassweiler erklärt, warum der Segeltrimm so wichtig ist.

"Segel wie das Hellcat werden viel zu oft falsch getrimmt”  – Manfred Rassweiler, Deutschland-Importeur Pryde Group

Herr Rassweiler, das Hellcat gehört zu den Bestsellern in der Pryde-Range und wurde 2016 überarbeitet. Was sind die wesent­lichen Änderungen und was die Ideen dahinter?

In erster Linie die Geometrie und Lattenkonfiguration. Das Segel wurde knapp zehn Zentimeter länger und im Achterliek schmaler. Das soll das Segel schneller machen und im Kontrollbereich dafür sorgen, dass das Segel weniger topplastig und kontrollierbarer wird. In puncto Outline ist das Hellcat 1:1 an unser Racesegel angelehnt. Im unteren Bereich des Segels, also dort wo die meiste Fläche und das tiefste Profil sitzen, wurde der Lattenabstand etwas reduziert, was die Druckpunktstabilität genau dort verbessert wo sie nötig ist. Oben sind die Lattenabstände dann dafür etwas größer.

Was für Latten verwendet ihr?

Wir verwenden sechs Tube-Rod-Latten, die teuer sind, aber den Druckpunkt deutlich besser halten als normale Latten. Durch die hohle Konstruktion der Tube-Latten spart man zusätzlich Gewicht. Nur die unterste Latte ist weicher, weil das Segel hier das meiste Profil hat und man auf diese Weise eine bestmögliche Rotation um den Mast bekommt. Und zu guter Letzt hat sich das Segel insofern geändert, als dass die Masttasche ein wenig größer wurde. Dadurch bildet sich ein besseres Profil, ähnlich einem Flugzeugflügel.

Es fällt auf, dass das Hellcat das Profil und den Druckpunkt sehr weit hinten sitzen hat. Was bedeutet das für den Trimm?

Stimmt genau, der Druckpunkt liegt, beispielsweise im Vergleich zum Ryde, weiter hinten, um die Leistung im unteren Windbereich zu verbessern. Dies bedeutet, dass man das tiefe Profil durch falsches Trimmen nicht abwürgen sollte. Das Hellcat wird in erster Linie über das Vorliek adjustiert und sollte mit gut sichtbarem Loose Leech zwischen der zweiten und dritten Latte von oben aufgebaut werden. Die Trimmkräfte an der Gabel sind recht gering, es macht also nichts, wenn das Segel am Gabelbaumende sichtbar auf der Leeseite anliegt – im Gegenteil: Das sollte so sein, damit es die Power entwickeln kann, die es soll. 

Die herkömmliche Latte im unteren Bereich soll die Rotation um den Mast verbessern.

Tube-Rod- Latten sind hohl, haben einen größeren Durchmesser und halten den Druckpunkt besser. 

Diesen Artikel bzw. die gesamte Ausgabe SURF 3/2016 können Sie in der SURF App (iTunes und Google Play) lesen oder die Ausgabe im DK-Shop nachbestellen.

Themen: FreeridesegelHellcatNeilPrydeTrimm-Tipp


Lesen Sie die SURF. Einfach digital in der SURF-App (iTunes und Google Play) oder bestellen Sie es im Shop als Abo oder Einzelheft:

iTunes Store Google Play Store Delius Klasing Verlag
  • Freeridesegel 2019 – alle Features & Details

    15.02.2019

  • Freeridesegel 7,5 mit Camber 2007

    06.02.2008

  • Severne Turbo 8,1

    15.07.2011

  • Severne NCX 7,0

    15.06.2011

  • NeilPryde RS: Racing EVO V

    14.01.2013

  • Test 2016 – No-Cam Freeridesegel: Naish Sails Sprint 6,4

    09.11.2016

  • NeilPryde Fly 5,1

    20.04.2010

  • Test: NeilPryde XC Race Carbon Boom

    28.09.2019

  • Test 2016 – No-Cam Freeridesegel: Gun Sails Rapid 6,7

    09.11.2016