Waveriding bis in die Nacht: Campello macht die WM spannend

 • Publiziert vor 2 Jahren

Freestyle in der Welle und Wave in der Dämmerung: Am dritten Worldcup-Tag auf Sylt gab es wegweisende Entscheidungen.

Bei deutlich besserem Wind und immer wieder durchziehenden Regenschauern war am Montag Morgen direkt klar: Kein Lay Day wie gestern, heute ist Action angesagt! Rund 20 Knoten aus Nordost waren zunächst die passenden Bedingungen für den Start der Freestyle-Elimination. 

Die Nordsee dreht auf

Der WM-Dritte Yentel Caers schied in Runde zwei gegen den Engländer Jamie Howard aus, seine Konkurrenten Gollito und Adrien Bosson kamen locker weiter. Während des Achtelfinales nahm der Wind immer mehr zu, bei knapp zwei Metern Welle waren deutlich mehr radikale Loops zu sehen als klassische Freestyle-Manöver.

Freestyle in der Brandung

Deswegen wurde Nachmittags aufs Waveriding umgeschwenkt, dabei gings nach dem Auftakt am Freitag mit der zweiten Runde weiter. Riesen-Pech hatte in seinem ersten Heat Leon Jamaer, der gleich zweimal böse gewaschen wurde und Totalschaden am Rigg erlitt. Bei auflaufendem Wasser, nahezu platt auflandigem Wind und fieser Strömung galt es Waschgänge möglichst zu vermeiden. Wer einmal im Waschsalon Westerland eingecheckt hatte, kam so leicht nicht wieder raus in die Wettkampfzone.

Jamaer in der Waschküche

Wegen der schwierigen Bedingungen wurden zwei Wellen und ein Sprung gewertet, viele hatten Mühe überhaupt genug Speed für radikale Sprünge zu bekommen. Doppelloops waren gar nicht drin, so dass die Sprung-Spezialisten ein wenig im Nachteil waren. Besonders deutlich wurde das im Viertelfinal-Heat von Victor Fernandez und Thomas Traversa. Während der Franzose eine Welle nach der anderen zerlegte und mit einem perfekten Wave-360 die höchste Wertung des Tages erzielte, kam Fernandez nicht richtig in den Rhythmus und flog raus.

Fernandez kam nicht in der Rhythmus

Weil seine WM-Konkurrenten Ricardo Campello und Jaeger Stone beide ins Halbfinale einzogen, ist das WM-Rennen noch spannender geworden. Im direkten Aufeinandertreffen hatte Campello mit einer besseren Wellenauswahl die Nase vorn und zog ins Finale ein. Würde er die Single Eliminatioin gewinnen, wäre er zumindest vorrübergehend WM-Kandidat Nummer 1. Das Finale wurde dann zwar noch gestartet, musste aber wegen einbrechender Dunkelheit abgebrochen werden. 

Campello vs. Stone im Halbfinale

Abgebrochen wurde auch das Halbfinale der Damen, mit Lina Erpenstein und Steffi Wahl. Die hatten das Pech, das ihr Heat genau nach einem Regenschauer und damit in ein Windloch fiel. Doch die Aussichten sing gut, dass beide Single Eliminations morgen beendet werden können und dann in der Double die Karten nochmal neu gemischt werden. Stay tuned!

Themen: World CupWorld Cup Sylt


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