Redaktion

Windsurf Cup Kühlungsborn 2015

  • Choppy Water GmbH
13.07.2015

Super Bedingungen für die Windsurfer: Overallsieger wurde der amtierende Deutsche Meister Vincent Langer (GER-1), bei der Wave-Session gewinnt Max Droege.

Vincent Langer auf Siegfahrt

Die Deutsche Meisterschaftsserie der Windsurfer gastierte an diesem Wochenende in Kühlungsborn. Das Ostseebad zeigte sich von seiner besten Seite und verwöhnte die Sportler mit viel Wind. So konnten im Rahmen der Veranstaltung alle drei ausgeschriebenen Disziplinen durchgeführt werden. Overallsieger des GWA Windsurf Cups in Kühlungsborn wurde der amtierende Deutsche Meister Vincent Langer (GER-1) aus Kiel. Er konnte in der Disziplin Racing siegen und wurde zweiter im Slalom.

Am Freitag tobte der Sturm mit bis zu acht Windstärken. Auf der Ostsee bauten sich hohe Wellen auf. Mehrere Kreuzfahrtschiffe konnten den Hafen Warnemünde deshalb nicht anlaufen und die Segelwettbewerbe bei der Warnemünder Woche mussten abgesagt werden. Für die Waverider waren diese radikalen Bedingungen aber gerade richtig. Sie präsentierten eine tolle Show mit über fünf Meter hohen Loopings und faszinierenden Wellenritten. Der Kieler Max Dröge (GER-3) konnte in dieser Disziplin triumphieren. Im Finale wagte er sogar einen Doppelloopversuch. Auf dem zweiten Platz überraschte mit Frithjof Blaasch (GER-105) ein zweiter Kieler, denn er nahm zum ersten Mal an einem GWA Windsurf Cup teil. Der auf Gran Canaria lebende Moritz Mauch (GER-102) konnte im Kampf um Platz drei Leon Jamaer (GER-208), den aktuell Führenden in der Wave-Jahresrangliste schlagen.

Auch bei der Disziplin Slalom herrschten radikale Bedingungen, so dass die Fahrer mit ihren kleinsten Segeln aufs Wasser gingen. Bei deutlich über zwei Meter Wellenhöhe waren die Bahnmarken teilweise kaum zu erkennen. Trotzdem konnten zwei komplette Wettfahrten durchgeführt werden. Im Slalom lieferten sich die beiden Topfahrer Gunnar Asmussen (GER-88) aus Flensburg und Vincent Langer aus Kiel einen spannenden Kampf. Die erste Wettfahrt konnte Langer vor Asmussen für sich entscheiden. In der zweiten Wettfahrt schlug Asmussen zurück und verdrängte Langer auf Platz zwei. Der Schönberger Nico Prien (GER-7) konnte in beiden Slaloms mit jeweils Platz drei für Furore sorgen. In der Slalom Ergebnisliste liegen Langer und Asmussen punktgleich an der Spitze. Da Asmussen aber die letzte Wettfahrt in dieser Disziplin gewonnen hatte, sichert sich der Flensburger den ersten Platz. Langer ist Zweiter vor Nico Prien. Der Ravensburger Fabian Mattes (GER-202) wird Vierter vor Dennis Müller (GER-89) von der Insel Norderney.

Am Finaltag konnten dann bei drei bis vier Windstärken sogar noch vier Wettfahrten in der Disziplin Racing durchgeführt werden. Mit drei Laufsiegen und einem zweiten Platz dominierte Vincent Langer diese Disziplin. Da jeder Fahrer sein schlechtestes Ergebnis streichen kann, siegte Langer mit der Idealpunktzahl von 2,1. Der Schönberger Nico Prien kommt auch im Racing immer besser in Fahrt. Mit zwei zweiten und zwei dritten Plätzen zeigte er eine konstant starke Leistung und wird so mit dem zweiten Platz in der Disziplin Racing belohnt. Etwas unkonstantere Leistung zeigte Fabian Mattes. Der Ravensburger war der Einzige, der Langer im Racing in einem Lauf schlagen konnte. Mit einem zweiten Platz kann er sich den dritten Rang auf dem Podium sichern, obwohl er sonst einen sechsten und achten Platz einfuhr und so auf 8,7 Punkte kommt. Dennis Müller fuhr wiederum sehr konstant in die Top-5. Mit 12,0 Punkten liegt er in der Racingwertung auf Platz vier. Helge Wilkens komplettiert die Top-5 mit 14,0 Punkten.

Siegerehrung (v.l.): Nico Prien, Vincent Langer, Fabian Mattes

In der Overallwertung wird der Gesamtsieger der Veranstaltung ermittelt. Jeder Fahrer kann hier seine beiden besten Disziplinen einbringen. Mit einem ersten Platz im Racing und einem zweiten Platz im Slalom sichert sich der amtierende deutsche Meister Vincent Langer den Gesamtsieg beim GWA Windsurf Cup Kühlungsborn. Platz zwei in der Overallwertung sicherte sich Nico Prien. Ein dritter Platz im Racing und Platz vier im Slalom sichern Fabian Mattes den dritten Platz auf dem Podium. Gunnar Asmussen und Dennis Müller komplettieren die Top-5 in der Overallwertung.

In der Kategorie Junior (U-17) sicherte sich Lars Paustian (GER-1999) den ersten Platz. Bei den Youth (U-20) Jahren konnte sich Julien Pockrandt (GER-18) behaupten. Beste Dame im starken Männerfeld wurde die dänische Starterin Anissa Morath (DEN-85). Bester Neueinsteiger wurde der 14-jährige Lukas Thelen (GER-388). In der Wertung der Grandmaster zeigte Bernd Timme (GER-1961) die beste Performance und sicherte sich den ersten Platz.

Der GWA Windsurf Cup in Kühlungsborn war ein großer Erfolg. Es kommt selten vor, dass es möglich ist, alle drei Disziplinen, Racing, Slalom und Waveriding, bei einer Veranstaltung zu fahren. Erstmals konnte in Kühlungsborn mit einem Waveriding eine tolle Show geboten werden. Über 15.000 Besucher kamen während der drei Tage zu der Veranstaltung und erlebten die besten deutschen Windsurfer auf dem Wasser.

Spektakuläre Wavesession beim GWA Windsurf Cup in Kühlungsborn: Kieler Max Dröge sichert sich den Sieg!

Platz 1 bis 3 bei der Wavesession (v.l.): Frithjof Blaasch, Max Droege, Moritz Mauch

Erstmalig in der Geschichte des GWA Windsurf Cups bot das Ostseebad Kühlungsborn perfekte Bedingungen für die Disziplin Waveriding. Insgesamt 24 Waveexperten reisten hierfür aus ganz Deutschlang, ja sogar aus Gran Canaria an. Bei sieben bis acht Windstärken konnte eine komplette Waveelimination auf der tobenden Ostsee gefahren werden. Mit der besten Performance sicherte sich der Kieler Max Dröge den Sieg.

In den Halbfinals standen sich  die vier Favoriten Leon Jamaer aus Kiel, Moritz Mauch aus Gran Canaria, Max Dröge und Fritjoff Blaasch beide aus Kiel gegenüber. Überraschend schied der Topfavorit Leon Jamaer im Halbfinale gegen seinen Konkurrenten Friethjof Blaasch aus.  Dieser traf im Finale auf Max Dröge, der im anderen Halbfinale Moritz Mauch ausschalten konnte.

Für Blaasch war dieses Waveriding die erste Teilnahme am GWA Windsurf Cup. Als umgesetzter Fahrer  musste er sich durch das gesamte Feld kämpfen. Seine Finalqualifikation gegen Leon Jamaer war die große Überraschung des Wave Contests. Max Dröge lies ihm im Finale allerdings keine Chance und zeigte extreme Sprünge und probierte sogar einen Doppel-Loop. Damit sicherte er sich den Sieg.

Im Kampf um Platz drei setzte sich Moritz Mauch gegen Leon Jamaer durch.

Ergebnisse:

1. Platz:    Max Dröge 2. Platz:    Frithjof Blasch 3. Platz:    Moritz Mauch 4. Platz:    Leon Jamaer 5. Platz:    Chris Bünger 5. Platz:    Holger Beer 5. Platz:    Manuel Vogel 5. Platz:    Helge Wilkens

Alle aktuellen Informationen gibt's auf der offiziellen Website www.windsurfcup.de

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