Worldcup Sylt: Offringa ist erste Siegerin 2019

  • Tobias Frauen
 • Publiziert vor 2 Jahren

Neun Stunden Action zum Auftakt des Mercedes-Benz Windsurf Worldcup Sylt! Freestyle und Waveriding bei teilweise exzellenten Bedingungen sorgten für einen gelungenen Tag.

Zum Auftakt zeigte Sylt, was es kann: Wind, Regen, Wellen, Shorebreak - so soll es sein

Nach Einschreibung und Eröffnungs-Zeremonie am gestrigen Freitag ging es heute direkt aufs Wasser beim Mercedes-Benz Windsurf Worldcup Sylt. Die Bedingungen waren gleich am morgen ordentlich, um 9:00 Uhr wurde der erste Heat gestartet. Mit etwa 20 Knoten und noch moderaten Wellen waren zuerst die Freestyler dran. Die WM-Kandidaten Youp Schmit und Yentel Caers zeigten keine Nervosität und gewannen ihre Heats souverän. Schmit surfte dabei nach seiner Knie-Verletzung mit einer Schiene. "Ich habe noch Schmerzen, aber mein Bein fühlt sich stark an", berichtete der Mann von Bonaire. "Ich kann zwar einige Moves nicht zeigen, habe aber genügend in der Hinterhand." Aus deutscher Sicht schade: Sowohl Niclas Nebelung (gegen Jacopo Testa ) als auch Marco Lufen (gegen Sam Esteve) schieden aus und müssen jetzt auf die Double Elimination hoffen.

Statt mehr zu werden schlief der Wind im weiteren Verlauf des Vormittags immer wieder ein, wenn ein Regenschauer durchzog, so dass immer wieder Heats abgebrochen werden mussten. Erst gegen Mittag wurden die Bedingungen wieder stabiler, auch die Wellen legten deutlich zu. Zeit fürs Waveriding! Abwechselnd wurden die Trials der Herren und die Single Elimination der Damen gefahren. Gleich im ersten Heat nach ihrer Fußverletzung musste Steffi Wahl dabei gegen Lina Erpenstein antretenund ihrer Freundin dabei den Vortritt lassen. Erpenstein zog dann gegen Sarah-Quita Offringa den Kürzeren, die im Finale gegen die Weltranglisten-Erste Justyna Sniady antreten musste.

Ein Finale ohne Moreno-Beteiligung? Während Daida Moreno aus gesundheitlichen Gründen in diesem Jahr nicht antrat, verlor ihre Schwester Iballa völlig überraschend gegen Maike Huvermann aus den Niederlanden. Diese zeigte mit einer beeindruckenden Wellen-Auswahl, dass sie inzwischen auch in der Welle zur Weltspitze gehört. Im Finale holte sich Sarah-Quita Offringa dann mit radikalen Wellenritten und einem beeindruckenden Pushloop den Sieg in der Single Elimination. Im kleinen Finale sicherte sich Lina Erpenstein einen Platz auf dem Podium. Die finale Platzierung könnte sich aber noch ändern, denn höchtwahrscheinlich gibt es noch eine Double Elimination, in der sich die Unterlegenen der heutigen Heats noch weiter nach vorne arbeiten können.

Auf die Double Elimination hoffen auch Klaas Voget, Leon Jamaer und Dany Bruch, die bei den Herren allesamt in der ersten Runde rausflogen. Während Voget gegen Antoine Martin unterlag und Leon Jamaer gegen den jungen Spanier Marino Gil Gherardi verlor, wurde Dany Bruch von Teampartner und Trainings-Kollege Julian Salmonn an den Strand geschickt. Auch Alessio Stillrich und Philip Köster kamen in die zweite Runde.

Aus den Trials schafften es Antoine Albert, Takuma Sugi, Arthur Arutkin und Ross Williams ins Hauptfeld, das zunächst bei perfekten Bedingungen mit 20 - 25 Knoten Wind aus Südwest und zwei Metern Welle starten konnte. Richtung Abend zogen dann aber immer wieder heftige Regenschauer durch, die für Windschwankungen sorgten und zahlreiche "Boxenstops" zum Segelwechseln nötig machten.

Die WM-Aspiranten gaben sich keine Blöße und gewannen ihre Heats souverän. Während Philip Köster zu Beginn etwas fahrig wirkte und erst in der zweiten Hälfte des Heats gegen Takuma Sugi richtig aufdrehte, waren Ricardo Campello, Victor Fernandez und Jaeger Stone von Beginn an voll da. Vor allem Stone zeigte als erster an diesem Tag einen Goiter und setzte noch einen perfekten Doppelloop obendrauf. Ricardo Campello gewann gegen Liam Dunkerbeck, der zum ersten Mal vor Sylt antritt und von Vater Björn gecoacht wird. Daneben stach vor allem Alex Mussolini in der Wellenwertung heraus, der gegen Miguel Chapuis einen radikalen Ritt nach dem anderen zeigte.

Nach neun Stunden Action auf dem Wasser war dann gegen 18:00 Uhr bei abnehmenden Wellen und erneuten Windlöchern Schluss. Die Vorhersage für die Woche verspricht aber weiterhin ausreichend Wind. Morgen könnte es auch für die Foiler losgehen, die ersten möglichen Starts sind für 9:30 Uhr angesetzt. Stay tuned!

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Themen: Worldcup Sylt


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