Worldcup Sylt: Enger WM-Fight zwischen Goyard und Iachino

  • Tobias Frauen
 • Publiziert vor einem Jahr

Zweimal Foil-Slalom, zweimal Foil-Kursrennen: Spannende Läufe bei traumhaften Bedingungen zeigten zwei Aspekte des Foilens.

Sebastian Kördel war im Slalom vorne mit dabei

Traumhafte Foil-Bedingungen am vorletzten Tag beim Mercedes-Benz Windsurf Worldcup auf Sylt: Während die Zuschauer am Strand in der Sonne und in der Windabdeckung entspannt das Geschehen auf dem Wasser verfolgen konnten, wehte der Ostwind draußen mit konstanten acht bis elf Knoten und ermöglichte vier komplette Eliminations.

Die ersten zwei Durchgänge wurden als Foil-Slalom mit Achter-Heats gefahren, dabei sah es zunächst ähnlich aus wie gestern: Matteo Iachino holte sich nach einem engen Fight mit Amado Vrieswijk den Sieg im ersten Lauf. Erst auf den letzten zehn Metern konnte er den Mann aus Bonaire überholen. "Das war supereng, ich habe Amado sogar von hinten berührt", berichtete Iachino anschließend. Auch in der zweiten Elimination sah zunächst alles nach einem Erfolg des Italieners aus. Doch im Halbfinale patzte Iachino bei der Halse und schaffte es nur ins kleine Finale und holte den neunten Platz.

Thomas Goyard, gestern der dominierende Fahrer, hatte einen eher schlechten Start in den Tag erwischt. Im ersten Durchgang stürzte er in seinem Vorlauf, im zweiten kam er nicht über Rang 13 hinaus. Doch als am Nachmittag auf Kursrennen gewechselt wurde, war der RS:X-Spezialist ist seinem Element. Zwei Siege bedeuten den vorerst dritten Platz hier auf Sylt. Am morgigen letzten Tag kann sich daran aber noch einiges ändern.

Darauf hofft auch Matteo Iachino, der mit seinem derzeit vierten Platz hier vor Sylt die WM-Führung und damit den Titel an Nicolas Goyard abgeben würde. Der Bruder des Doppel-Siegers zeigte mit einem Slalom-Sieg und drei dritten Plätzen eine beeindruckende Konstanz und liegt im Sylt-Ranking vorne.

Bester Deutscher ist derzeit Sebastian Kördel, der zwar im ersten Slalom patzte, beim zweiten Lauf aber einen starken zweiten Platz belegte. Nico Prien hingegen kam mit nicht richtig ins Rennen, zweimal war bereits im Vorlauf Schluss. In den nachmittäglichen Kursrennen war es dann andersrum, Nico Prien war mit den Rängen elf und zehn an den Top Ten dran, Kördel landete beides mal hinter ihm. Malte Reuscher, der dritte Starter mit deutscher Segelnummer, kam nicht über die hinteren Plätze hinaus.

Spannend war zu sehen, wie das Feld im Kursrennen fast völlig anders aussah als im Slalom. Die Rennleitung wollte verschiedene Formate fahren lassen, bevor in der nächsten Saison Foil-Kursrennen als eigene Disziplin gefahren wird und im Slalom die Wahl zwischen Foil oder Finne weitgehend freigestellt wird. Während für die Zuschauer die kurzen, schnellen Slalom-Rennen trotz der weit draußen liegenden Ziellinie gut zu verfolgen waren, sind die Kursrennen durch das weit auseinander gezogene Feld und die unterschiedlichen gefahrenen Linien deutlich komplizierter nachzuvollziehen.

Am morgigen letzten Tag könnte es noch einmal für Rennen reichen, bei denen sich dann die WM entscheiden dürfte. Auch dann ist der Plan, dass Slalom und Kursrennen gleichberechtigt gefahren werden. Es bleibt also spannend!

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Themen: Worldcup Sylt


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