Redaktion

Worldcup Sylt: Campello auf WM-Kurs

  • Tobi Frauen
02.10.2018

Ein packendes Wave-Finale, ein überraschendes Freestyle-Finale und heftigste Bedingungen - das war der Tag beim Worldcup auf Sylt.

Nachdem gestern das Herren-Finale im Waveriding wegen der einbrechenden Dunkelheit abgebrochen werden musste, ging es heute früh morgens direkt weiter. Zunächst waren die Damen dran, leider verloren Steffi Wahl und Lina Erpenstein ihre Halbfinals, das Duell um Platz drei entschied dann Lina Erpenstein für sich. Im großen Finale gewann dann Sarah-Quita Offringa gegen Iballa Moreno, was aber keine Auswirkungen mehr auf die WM hat.

Ganz anders bei den Herren: Ricardo Campello holte in deutlich besseren Bedingungen als gestern bei Wind von links einen eindrucksvollen Sieg gegen Thomas Traversa. Gleich zu Beginn setzte Campello dem Franzosen den ersten Doppelloop des Events vor die Nase. Traversa versuchte wieder seine Wave-360er zu landen, die gelangen ihm jedoch nicht so perfekt wie gestern. Durch seinen Sieg in der Single Elimination rückt Campello nun erstmal auf Plattz Eins der Weltrangliste vor. Ob er seinen Traum vom Wave-Titel erfüllen kann, hängt jetzt davon ab, ob die Konkurrenten in der Double Elimination zurückschlagen können.

Vor allem Philip Köster ist nach seinem Aus in Runde eins unter Druck, seinen ersten Heat in der Double gewann er dann auch solide gegen Dieter van der Eyken. Damit nichts schiefgeht, holte Köster gleich einen Doppelloop raus, der zwar nicht ganz perfekt gelandet war, aber als sichere Bank in der Sprungwertung einen Vorsprung bedeutete, den van der Eyken nicht mehr aufholen konnte.

Auch Marcilio Browne kam eine Runde weiter, bevor der Wind drehte und dabei kurzzeitig schwächelte, um dann am nachmittag richtig aufzudrehen. Nach der Zwangspause waren zunächst die Freestyler dran. Noch acht Fahrer waren im Rennen, die beiden WM-Führenden Gollito Estredo und Adrien Bosson ließen nichts anbrennen und standen sich wie schon auf Fuerte im Finale gegenüber. Gollito fuhr wie immer souverän, doch Adrien Bosson schaffte es, seine Moves noch etwas sicherer in die tobende Nordsee zu setzen. Damit holte er den ersten Sieg seiner PWA-Karriere und zog in der WM-Wertung mit Gollito gleich. "Das waren genau meine Bedingungen, ich habe gesehen dass Gollito heute schagbar war", berichtete Bosson anschließend am Strand. Auf Platz drei fuhr Steven van Broekhoven, der sich im kleinen Finale gegen Sam Esteve durchsetzte.

Bei immer mehr zunehmendem Wind wurde dann zunächst die Double Elimination im Freestyle gestartet, bevor bei auflaufendem Wasser die Wellen wieder ausreichend fürs Waveriding waren. Und das mit viel deutscher Beteiligung, denn nicht nur Philip Köster, sondern auch Julian Salmonn, Klaas Voget, Moritz Mauch, Leon Jamaer und der wegen Flugverspätungen zu spät angereiste Dany Bruch wollten weiter nach vorne. Leon Jamaer, der heute mit geliehenen Segeln starten musste, kam trotz erneutem Materialschaden bis auf den geteilten Platz fünf und hat morgen die Chance, gegen Antony Ruenes noch weiter nach vorne zu arbeiten. 

Der warf wie schon in der Hinrunde Brawzinho raus, der damit aus dem WM-Rennen raus ist. Victor Fernandez hingegen hat noch Chancen auf den WM-Titel, ebenso wie Philip Köster, der im Laufe des Nachmittags immer besser in den Rhythmus kam und bei schwierigen Bedingungen solide Doppelloops und immer wieder auch Frontloops off the lip sprang. Die Nordsee tobte und schäumte immer mehr, meistens genau auflandig, das machte es zusammen mit der brutalen Strömung zu einer echten Herausforderung, überhaupt rauszukommen. Der Sturm soll die ganze Nacht weitertoben, deswegen geht es schon in den frühen Morgenstunden weiter. Und das wird spannend, denn alle WM-Aspiranten sind noch im Rennen und brennen darauf, morgen ausgeruht die Jagd auf Ricardo Campello zu eröffnen. Sowohl Köster als auch Fernandez müssen ins Finale gegen Campello kommen, um Weltmeister zu werden - treffen aber bereits im zweiten Heat morgen direkt aufeinander.

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