Alessio Stillrich

  • Andreas Erbe
 • Publiziert vor 8 Jahren

Gran Canaria scheint eine nie versiegende Quelle für großartige Windsurftalente zu sein. Björn Dunkerbeck und Philip Köster sind nur die prominentesten Beispiele. nun steht der nächste Kanarienvogel mit deutscher Herkunft auf dem Sprung an die Spitze – Alessio Stillrich.

Wer an einem guten Tag am Strand von Pozo Izquierdo auf Gran Canaria aufs Wasser schaut, der bekommt nicht selten eine Worldcup-würdige Show geboten. Die Locals und Zugereisten haben ein so hohes Niveau, das vielleicht nur noch mit dem Windsurf-Mekka Hookipa auf Maui vergleichbar  ist. Da schrauben sich Größen wie Philip Köster, Dario Ojeda, die Moreno-Zwillinge und zahlreiche Pros aus ganz Europa in den kanarischen Himmel. Aber auch immer neue Hot Shots machen den Luftraum zunehmend voller. Einer von ihnen ist der 17-jährige Alessio Stillrich. Seine Backloops gehören schon jetzt zu den höchsten, seine Tricks auf der Welle sind State of the Art und auch vor den Big Moves wie Doppelloop oder Push-Forward schreckt der Blondschopf nicht zurück. Die Segelnummer E-95 hat den Respect der Locals und der staunenden Zuschauer. Dabei ist das Nationenkennzeichen ebenso irreführend wie vergänglich: Alessio ist nämlich Deutscher und startet 2013 im Worldcup auch mit dem G im Segel.

Wir sind etwas verwirrt. Klär’ uns und die Leser doch bitte mal auf, woher du stammst. Meine Mutter ist nach Gran Canaria gezogen, als sie mit mir schwanger war. Meine Mom kommt aus Oberbayern, in der Nähe vom Chiemsee. Nach dem Studium pendelte sie für längere Zeit zwischen Mittelmeerraum und München. Ihr Traum war es schon immer, in der Nähe vom Meer zu leben. Zum Glück tat sie mir den Gefallen, mit mir im Bauch nach Gran Canaria zu ziehen.

Wie bist du aufgewachsen? Bist du auf eine deutsche Schule gegangen? Nein, ich gehe seit der ersten Klasse auf eine bilinguale (Englisch, Spanisch) Privatschule. Deutsch spreche ich ja immer zuhause und außerdem verbrachte ich jeden Sommer und auch Weihnachten bei Oma und Opa in Bayern.

Du hast also noch Kontakt nach Deutschland. Ja klar, meine Oma, meine Cousins, meine Tante und mein Onkel leben immer noch in Deutschland. Seitdem ich windsurfe, wird es logischerweise, dank Highwind-Conditions in Pozo, nichts mehr mit dem Baden in bayrischen Seen. Im Winter bin ich aber noch zum Snowboarden dort.

Wie bist du dann zum Windsurfen gekommen? Als ich so neun Jahre alt war, hat mir der Vater von Moritz Mauch, der den Club Mistral auf Gran Canaria betreibt, Material fu?r den Start zur Verfügung gestellt. So habe ich dann in San Augustin angefangen. Ich habe dann schnell gemerkt, dass ich mehr lernen will und bin dann in die Hullon Surfschule in Pozo gegangen.

Was hat dich als kleiner Junge am meisten beim Windsurfen fasziniert und motiviert? Zu gleiten – das war der Wahnsinn. Ich erinnere mich immer noch an den Tag, an dem ich das erste Mal im Gleiten war. Ich war total stoked!

Und was motiviert dich heute so richtig? Extrem hoch zu springen. Ich liebe super hohe Backloops und die ganzen neuen Moves auf der Welle: Hohe Shakas, One-Handed-Goiter oder Takas. Dagegen motiviert mich das pure Wellenabreiten nicht so sehr.

Das gesamte Interview mit Alessio Stillrich lest ihr als PDF-Download.

Fotos: John Carter/PWA, Text: Nayra Alonso/Andreas Erbe

Themen: Alessio StillrichPeople

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