Craig Gertenbach

  • Andreas Erbe
 • Publiziert vor 13 Jahren

Ob man heute noch einmal eine Surfbrettmarke Fanatic nennen würde? Wohl kaum, zu negativ ist der Begriff fanatisch in der heutigen Zeit besetzt. Damals, in den frühen 80ern , drückte der Name die Leidenschaft zum Surfen der Macher und der Kunden der Marke aus. Heute führt der gebürtige Südafrikaner Craig Gertenbach die Firma – nicht fanatisch, aber

Expeditionen ins Tierreich – so könnte man die wechselhafte Historie der Marke Fanatic überschreiben. Denn die Tiernamen, die die Brettchen trugen, waren für viele Jahre die einzige Konstante in der Company. „Eagle Swing – made by Fanatics“ – Anfang 1982 starteten die Schütz-Containerwerke in Selters im Westerwald mit dem etwas verwirrenden Namen, der im Laufe des Jahres dann zu „Eagle – made by Fanatic“ und dann zur ISPO 1982 komplett in Fanatic mutierte. Dort, auf der damals wichtigsten Messe für den Surfsport konnte man bereits einen ganzen Fanatic-Zoo bewundern: Eagle, Cobra, Fox und Rabbit präsentierte man stolz den Messebesuchern wie heute Flocke im Nürnberger Zoo. Bereits 1987 war Fanatic dann in Deutschland Marktführer und die Nummer drei in der Welt. Zu Beginn der 90er kauften jährlich rund 35000 Menschen weltweit Fanatic-Boards, der Fanatic-Zoo hatte reichlich Zuwachs bekommen: Cat, Rat, Viper, Bat, Mamba oder Mosquito sind Namen, an die sich jeder Surfer dieser Zeit erinnert.

1993 folgt dann der große Coup. Schütz verkaufte die Fanatic Sports GmbH an den amerikanischen Wasserskihersteller Nautech. Häufige Wechsel im Management brachten Fanatic ein wenig aus der Spur. Doch in all den Turbulenzen Ende der 90er wuchs im Hintergrund ein neues Team auf, das zum Teil noch heute die Fäden in der Hand hat.

1999, man ist mittlerweile mit Bee und Fly namentlich in der Insektenwelt angekommen, macht Fanatic/ART die große Flatter: Für geschätzte 12 Millionen Mark kaufte Klaus Jacobs, der zu dem Zeitpunkt auch schon Mistral besitzt, die Namens- und Vertriebsrechte sowie die Lagerbestände. Wenig später nimmt Jacobs noch North Sails und F2 unter seine Fittiche – die Boards & More Group entsteht.

Von all diesen Irrungen und Wirrungen in der Chefetage von Fanatic wenig beeindruckt, testete an der Basis seit 1995 ein damals 26-jähriger Südafrikaner – Craig Gertenbach. Schon 1992 war er, nachdem sich Südafrika öffnete, das Apartheidregime langsam brökelte und Südafrikaner auch bei internationalen Wettkämpfen nicht mehr ausgeschlossen waren, in den Worldcup eingesteigen. Vor allem in der Welle konnte Gertenbach punkten, aber auch im Slalom kam er einige Male unter die Top Ten. Doch relativ schnell, auch durch Verletzungen bedingt, merkte Craig, dass die Entwicklung und das Testen von Produkten mehr Erfolg versprach. Den gesamten Artikel findet ihr als PDF-Download.

Themen: Craig GertenbachDownloadFanaticsurfen

  • 0,00 €
    Inside: Craig Gertenbach

Lesen Sie die SURF. Einfach digital in der SURF-App (iTunes und Google Play) oder bestellen Sie es im Shop als Abo oder Einzelheft:

iTunes Store Google Play Store Delius Klasing Verlag
Anzeige
  • André Paskowski

    25.06.2008Er ist ein moderner Seefahrer – vom Hamburger (Flug)Hafen unterwegs auf die sieben Weltmeere. André Paskowski ist Deutschlands Botschafter in Sachen Freestyle. Als zweifacher ...

  • Wavesegel 4,7 2002

    01.04.2005Der Wavesegeltest ist jedes Jahr die Doktorarbeit des Testteams. Nirgends sind individuelle Vorlieben so wichtig, spielt die Charakteristik eine so große Rolle wie bei den ...

  • Vandal Sails Riot 5,6

    15.10.2011surf-Empfehlung: Das Vandal Riot überzeugt als flaches, neutrales Segel in anspruchsvollen Freestylemanövern. Vor allem bei Starkwind kann das Riot mit seiner hervorragenden ...

  • Ägypten: Dahab

    29.10.2005Dahab bedeutet auf arabisch Gold. Sein gelb schimmernder Strand brachte der Bucht an der Südostküste der ägyptischen Sinai Halbinsel den Namen des Edelmetalls ein. Aber wirklich ...

  • Karibik: Bonaire

    19.01.2012Ja, es stimmt wirklich, dieses Paradies in der Karibik ist offiziell ein Stück Europa. Leider bringt uns diese Tatsache Bonaire auch nicht so nahe, dass wir mit dem Auto hinfahren ...

  • Robby Seeger

    29.05.2008Nach seiner erfolgreichen Worldcup-Karriere wollte Robby Seeger nur noch große Wellen surfen. Über die Jahre erkämpfte er sich einen Platz unter den besten Big-Wave-Surfern der ...

  • Simmer Icon 4,7

    20.03.2011Der Klassiker lässt dich nie im Stich. Das Segel mit nicht zu hartem, nicht zu weichem Profil, nicht perfektem, aber sehr gutem “Off” und genügend Drive und Gleitleistung passt ...

  • Sailloft Hamburg Curve 5,3

    20.04.2010Direkt, straff und recht leicht bietet das Curve viel Leistung auch für schwerere Surfer. Ein Segel, das bauchig getrimmt gut funktioniert, sich als besonders fahrstabil zeigte ...

  • Finnenjournal 2003

    04.04.2005Sie arbeiten in dunkler Tiefe und geben doch die Richtung an, oft unbeachtet und verkannt. Jetzt konnte surf erstmalig mit echten Messwerten aus der Praxis ans Licht bringen, wie ...