Redaktion

Craig Gertenbach

  • Andreas Erbe
26.06.2008

Ob man heute noch einmal eine Surfbrettmarke Fanatic nennen würde? Wohl kaum, zu negativ ist der Begriff fanatisch in der heutigen Zeit besetzt. Damals, in den frühen 80ern , drückte der Name die Leidenschaft zum Surfen der Macher und der Kunden der Marke aus. Heute führt der gebürtige Südafrikaner Craig Gertenbach die Firma – nicht fanatisch, aber

Expeditionen ins Tierreich – so könnte man die wechselhafte Historie der Marke Fanatic überschreiben. Denn die Tiernamen, die die Brettchen trugen, waren für viele Jahre die einzige Konstante in der Company. „Eagle Swing – made by Fanatics“ – Anfang 1982 starteten die Schütz-Containerwerke in Selters im Westerwald mit dem etwas verwirrenden Namen, der im Laufe des Jahres dann zu „Eagle – made by Fanatic“ und dann zur ISPO 1982 komplett in Fanatic mutierte. Dort, auf der damals wichtigsten Messe für den Surfsport konnte man bereits einen ganzen Fanatic-Zoo bewundern: Eagle, Cobra, Fox und Rabbit präsentierte man stolz den Messebesuchern wie heute Flocke im Nürnberger Zoo. Bereits 1987 war Fanatic dann in Deutschland Marktführer und die Nummer drei in der Welt. Zu Beginn der 90er kauften jährlich rund 35000 Menschen weltweit Fanatic-Boards, der Fanatic-Zoo hatte reichlich Zuwachs bekommen: Cat, Rat, Viper, Bat, Mamba oder Mosquito sind Namen, an die sich jeder Surfer dieser Zeit erinnert.

1993 folgt dann der große Coup. Schütz verkaufte die Fanatic Sports GmbH an den amerikanischen Wasserskihersteller Nautech. Häufige Wechsel im Management brachten Fanatic ein wenig aus der Spur. Doch in all den Turbulenzen Ende der 90er wuchs im Hintergrund ein neues Team auf, das zum Teil noch heute die Fäden in der Hand hat.

1999, man ist mittlerweile mit Bee und Fly namentlich in der Insektenwelt angekommen, macht Fanatic/ART die große Flatter: Für geschätzte 12 Millionen Mark kaufte Klaus Jacobs, der zu dem Zeitpunkt auch schon Mistral besitzt, die Namens- und Vertriebsrechte sowie die Lagerbestände. Wenig später nimmt Jacobs noch North Sails und F2 unter seine Fittiche – die Boards & More Group entsteht.

Von all diesen Irrungen und Wirrungen in der Chefetage von Fanatic wenig beeindruckt, testete an der Basis seit 1995 ein damals 26-jähriger Südafrikaner – Craig Gertenbach. Schon 1992 war er, nachdem sich Südafrika öffnete, das Apartheidregime langsam brökelte und Südafrikaner auch bei internationalen Wettkämpfen nicht mehr ausgeschlossen waren, in den Worldcup eingesteigen. Vor allem in der Welle konnte Gertenbach punkten, aber auch im Slalom kam er einige Male unter die Top Ten. Doch relativ schnell, auch durch Verletzungen bedingt, merkte Craig, dass die Entwicklung und das Testen von Produkten mehr Erfolg versprach. Den gesamten Artikel findet ihr als PDF-Download.

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