Daniel Bruch

 • Publiziert vor 13 Jahren

Wenn über der Cabezo-Bucht auf Teneriffa wieder einmal die Segelnummer E-19 höher als alle anderen fliegt, dann denken alle: "Klar, ein spanischer Local." Doch hinter E-19 verbirgt sich ein waschechter Ostfriese, der mit 26 Jahren seine zweite Chance im Worldcup sucht – mit Aussicht auf Erfolg.

Die Sonne steht brennend im Zenit. Kein Schatten ist auf dem Boden zu sehen. Der Himmel strahlt blau und wolkenlos. Während Geschäfte, Apotheken oder Behörden auf der Kanaren-Insel Teneriffa ihre Pforten schließen, um in der wohlverdienten Siesta der trockenen Mittagshitze zu entfliehen, geht das Leben in El Medano erst richtig los. Hektisch werden Surfbretter aus Garagen gezogen. In den Straßen balancieren Windsurfer ihre aufgeriggten Segel auf dem Kopf. Alles strömt in freudiger Erwartung an die Strände des kleinen Dorfes. Am Horizont wabert ein diffuser weißgrauer Wolkenstreifen, der wie eine entfernte Nebelwand im Meer verschwindet. Passatwolke nennen die Locals auf Teneriffa diese Erscheinung. Wenn sie auftaucht, stehen die Zeichen am kanarischen Top-Wave-Spot „El Cabezo“ auf Sturm.

 

Daniel Bruch

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