Micah Buzianis

 • Publiziert vor 15 Jahren

Er erinnert eher an einen Footballstar als an eine Surfikone. In jedem seiner Siege steckt Kalkulation und schweißtreibende Arbeit. Zielsicher wie ein Quarterback arbeitete er sich hoch zum Raceprofi. Micah Buzianis (34) ist neuer stolzer Slalomweltmeister, stolzer Familienvater und stolzer US-Amerikaner.

Country Musik ja, Dixie Chicks nein, weil zu poppig. Sein Lieblingsessen ist Steak mit Kartoffeln, als Kind zog er sich Bücher über die Westernhelden rein, er selber wird zum Cowboy der Neuzeit, der Surfer aus Utah. Ausgerechnet in Texas bei den US-Open Ende der 80er gelingt ihm der Durchbruch beim Racing in die Amateurliga. Micah Buzianis verdient sein erstes Geld durchs Surfen. Ab 1997 streift er seine Greenhorn-Haut ab und fährt in die Top Ten bei den Profis. Und weil er als Teenager schon auf Maui lebt, kennt er sich in der Welle ebenso gut aus, nur fällt er dort mehr mit seinen Bartkreationen auf. Die Welle überzeugt ihn, aber die harte Arbeit an der Surffront macht sich beim Racing bezahlt: PWA Racing- Weltmeister 2003, Formula-Weltmeister 2004 und Slalom-Weltmeister 2005. surf: Du bist griechischer Abstammung. Hat man dich bei einem deiner Worldcups in Griechenland als einen Einheimischen behandelt?

MICAH: Als ich das erste Mal bei einem Contest in Griechenland war und die Organisatoren meinen Namen auf der Tafel gelesen haben, fingen sie an, mit mir Griechisch zu reden. Du hast natürlich alles verstanden? Kein Wort. Aber sie waren immer sehr nett zu mir. Ich hab‘ auch ein- oder zweimal einen Wettkampf dort gewonnen.

Micah Buzianis

6 Bilder

Interview: Steve Chismar, Fotos: Thorsten Indra, Ronny Kiaulehn, Jerome Houyvet


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