Robby Swift

  • Manuel Vogel
 • Publiziert vor 7 Jahren

Sisyphos lässt grüßen – seit Jahren kämpft sich der Brite Robby Swift immer wieder in die Top 3 im Waveriding, doch kurz vor dem Gipfel rollt sein Stein verletzungsbedingt wieder ins Tal. Ein Interview über Rückschläge, Ängste und Arschtritte.

Robby, die Standard-Einstiegsfrage, die man dir stellen könnte, ist die nach deinem Gesundheitszustand. Dich hat’s wieder mal erwischt. Was ist passiert? Danke der Nachfrage, es geht schon wieder aufwärts. Kurz vor dem Event in Pozo bin ich bei einem einbeinigen Backloop zu schnell rotiert und wollte eigentlich aussteigen. Leider bin ich nicht vom Material weggekommen und, mit einem Fuß noch in der Schlaufe, voll aufs Material gekracht. Dabei habe ich mir zwei Brüche in Schien- und Wadenbein zugezogen. Aber ich habe Hoffnung bis zum Worldcup Klitmøller wieder fit zu sein.

Surfst du vielleicht manchmal etwas hirnlos? Andere tasten sich nach Verletzungen langsam wieder ran, du gehst raus und brichst dir beim Doppelloop den gleichen Fuß noch einmal. Das war ja schon 2006. Damals hatte ich mir beim Tow-in-Surfen den Mittelfuß gebrochen und wurde dummerweise ohne OP behandelt. Danach war ich vielleicht etwas übereifrig. Die Leute sehen immer nur, wie ich auf dem Wasser Gas gebe, blenden aber aus, dass ich vorher schon Wochen und Monate trainiert habe, um fit zu werden. Ich würde nie meine Gesundheit riskieren und das werde ich auch diesmal nicht tun. Ich kann mit Schmerzen beim Windsurfen leben, sobald aber Gefahr besteht, dass die Verletzung wieder aufbricht, werde ich es sein lassen.

Es gibt Leute die sagen, dass deine dünnen Beine unter dem muskelbepackten Oberkörper kollabieren. Früher habe ich extrem viel Krafttraining gemacht, einfach deshalb weil ich auch im Slalom angetreten bin. Leider bin ich nicht der Größte und brauchte daher mehr Masse, um konkurrenzfähig zu sein. Irgendwann hab ich es allerdings wieder aufgegeben, weil ich merkte, dass es meinem Waveriding schadet und man im Slalom-Worldcup nicht mal eben so aufs Podium fährt. Man braucht die richtigen Maße und muss unglaublich viel Zeit in die Materialabstimmung investieren, um mal in die Top Ten zu kommen. Deshalb habe ich seit einigen Jahren mein Training umgestellt und gehe jetzt viel Laufen, Fahrradfahren oder mache Koordinationstraining. Die Zeit der Storchenbeine ist also vorbei.

Das gesamte Interview mit Robby Swift lest ihr unten als PDF-Download.

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