Redaktion

Ross Williams

  • Manuel Vogel
26.06.2013

Weltmeister im Formula Racing, im Slalom-Worldcup zweimal auf dem Podium und ein fünfter Platz in der Welle vor Sylt – und dies alles in einer Saison. Ross Williams (33) ist derzeit der vielleicht kompletteste Windsurfer der Welt, nur irgendwie scheint das so recht niemand mitzubekommen. Im surf-Interview verrät uns der Brite, wie es so ist, als König ohne Krone.

Ross, während andere Windsurfer sich bewusst auf eine oder maximal zwei Disziplinen konzentrieren, warst du 2012 in drei Disziplinen in der absoluten Weltspitze dabei. Woher stammt die Begeisterung für alle Facetten des Sports? Ich bin als Kind auf der britischen Isle of Wight, südlich der englischen Küste, aufgewachsen. Meine Eltern hatten dort Anfang der 80er-Jahre ein Wassersportzentrum mit unterschiedlichsten Sportgeräten und eigentlich ist meine komplette Familie Windsurf-besessen. Damals saß ich im Alter von vier Jahren jeden Tag am Strand, musste mich beschäftigen und oft wurde ich an einer Boje festgeknotet und habe stundenlang versucht, einen Riesenlappen aus dem Wasser zu ziehen. Richtiges Kindermaterial gab es damals kaum. Und weil die Bedingungen dort sehr unterschiedlich und selten perfekt für eine bestimmte Disziplin sind, habe ich von Anfang an alle Facetten des Sports kennen gelernt. Und dann war da noch mein älterer Bruder...

Inwiefern war er wichtig? Er war in der Mistral One Design Class (Olympiaklassen-Vorgänger des heutigen RS:X, die Red.) sehr aktiv. Er war immer besser als ich und natürlich habe ich mich immer mit ihm duelliert. Daher stammt wohl meine Liebe zu den Racing-Disziplinen und dem Wettkampf an sich.

Der Tag an dem du ihn überholt hast, muss ein großer Tag im Leben des "kleinen Bruders" Ross gewesen sein? Nicht wirklich. Er hat es damals leider nicht ins Olympia-Aufgebot geschafft und danach die Lust am Windsurfen und Reisen komplett verloren. Und ich hatte schon damals eher Surfen in der Welle und Racing im Kopf. Das hat mit der Olympischen Klasse ohnehin wenig gemeinsam. Mir war das ganze One-Design-System damals zu starr und zu professionell – von daher gab es keine direkten Duelle (lacht). Mein Held war schon immer Björn Dunkerbeck, weil er in Racing, Slalom und Welle absolute Weltklasse war. Das wollte ich auch.

Das gesamte Interview mit Ross Williams lest ihr unten als PDF-Download.  

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