Talentschuppen: Andi Lachauer

 • Publiziert vor 14 Jahren

46 Kilo geballte Energie und Training als Eishockey-Nationalspieler zeugen von enormem Biss. Der 16-jährige Münchner mischt die Ammersee-Stehsegel-Revuetänzer auf.

So helfen ihm Flo Selder und vor allem Fabi Weber. „Andy ist super enthusiastisch. Beim leisesten Windhauch ruft er alle an, ob ihn einer mit an den See nehmen kann“, erzählt Fabi, „irgendeinen aus unserer Ammersee-Clique kann er dann meist überreden.“ Aber die Hilfsbereitschaft der Freestyler geht noch weiter. „Wir haben Andy im letzten Jahr mit nach Fuerte genommen. Da hat er fast sechs Wochen mit uns gewohnt. Der ist kaum klein zu kriegen“, erinnert sich Fabian. „Nach drei Wochen ununterbrochenem Wind wollten wir mal einen Tag Pause einlegen, als nicht so viel Wind war. Da hat Andy so lange genervt, bis einer mit ihm an den Strand gefahren ist.“ Doch wirklich genervt ist niemand von Andys Biss, im Gegenteil: „Fabi will mich in diesem Jahr mit zu den DWC-Regatten nehmen“, freut sich Andy. Beim surf-Festival 2006 auf Fehmarn hatte er bereits bei der German Freestyle Trophy von Starboard versucht, den Startplatz für die Jugend-Freestyle-WM auf Bonaire zu ergattern. „Ich dachte nicht, dass da so viele gute Teilnehmer sind. Aber es war wenig Wind und da war mein 6,0er Flare sogar für mich zu klein.“

Immerhin wird Andy schon vom Starboard- und Severne-Importeur unterstützt. „Dafür räume ich bei denen im Lager auf – und mein großer Bruder arbeitet dort.“ Ein bisschen Vitamin-B hilft immer. Doch auch ohne die guten Beziehungen müsste Andy wohl nicht lange um Unterstützung betteln. Gecko, Spock, Grubby und Flaka („einhändig geht der irgendwie viel einfacher“) gehören zu seinen Lieblingsmoves und eine Zukunft als Surfprofi kann er sich durchaus vorstellen. „Wenn ich mit der Schule fertig bin, dann will ich erst mal wegfahren, ein Jahr nur Windsurfen und auf jeden Fall versuchen, Profi zu werden.“ Bei jemandem, der sich als Knirps im Eishockey durchgebissen hat, klingt das gar nicht so nach jugendlicher Spinnerei, sondern eher nach einem klaren Plan. Auf dem Weg zum Pro baut sich Andy zurzeit eine professionelle Homepage. „Da muss ich sogar drei Euro von meinem Taschengeld jeden Monat investieren.“

STECKBRIEF

Geburtsdatum: 22.1.1991 Wohnort: München Homespots: Ammersee, Walchensee Sponsoren: Starboard/Severne Ziel: Profi

Text: Andreas Erbe

Flaka One Hand

 

 

 

 

 

 


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