Wer ist Max Droege?

 • Publiziert vor 16 Jahren

Wer mit Max Droege, dem 13-jährigen Nachwuchssurfer vom Surfclub Kiel, per E-Mail in Kontakt treten möchte, stolpert zuerst über seine ziemlich ulkige Mail-Adresse: lamagaul@t-online.de.

Wer mit Max Droege, dem 13-jährigen Nachwuchssurfer vom Surfclub Kiel, per E-Mail in Kontakt treten möchte, stolpert zuerst über seine ziemlich ulkige Mail-Adresse: lamagaul@t-online.de. Dahinter verbergen sich die Vornamen der Schwester (Lara) und Eltern (Gaby, Ulli) sowie sein eigener. Man muss nämlich wissen, hier handelt es sich um eine vom Windsurfen infizierte Familie. Im Mittelpunkt steht aber der talentierte Max, der auf dem Mistral One Design eine Regattakarriere anstrebt.

Tricksurfen oder Racen, was macht dir mehr Spaß?

Wir gehen einmal im Jahr nach Sardinien, mit Normen Günzlein, den ich schon lange kenne. Der kann einem noch richtig gute Tricksurf- Moves zeigen. Ansonsten trainiere ich hier beim SC Kiel mehr Racing auf dem Mistral One Design. Alles zu seiner Zeit.

Du surfst schon länger?

Eigentlich erst seit drei Jahren. Mein Vater surft schon lange, da hab’ ich mir mal ein Brett geschnappt, bin ein paar Meter gedümpelt. Letztes Jahr bin ich dann meinem Vater erstmals um die Ohren gesurft, da war er richtig stolz.

Wie unterstützen die Eltern deine Regattaaktivitäten?

Unter der Woche bringt mich meine Mutter entweder ins Leistungszentrum nach Kiel-Schilksee oder nach Heidkate an die Ostsee. Und am Wochenende fährt die ganze Familie zu den Regatten.

Was ist dein großes Ziel?

Olympische Spiele 2016 wären nicht schlecht, aber ich würde gerne auch mal mit Ricardo Campello tricksen oder mit Jason Polakow in die Welle gehen.

Was stellst du dir als zukünftiges Olympiaboard vor?

So ein Hybridboard, ein bisschen One Design, ein bisschen Formulabrett mit einem Neuner-Rigg. Es wird ja bald entschieden, was es wird.

Fährst du auch mal mit den breiten Flundern?

Bis vier, fünf Windstärken schon, mit dem Neun-Nuller. Ich mag viel Wind, Mitte September war ich mit dem langen Raceboard und 6,6er noch bei gemessenen acht Windstärken in Heidkate auf dem Wasser. Mein Trainer fuhr im Schlauchboot nebenher und passte auf mich auf.

Die Formula-Jugend-WM in Dranske war aber kein Theam für dich?

Doch, ich hätte schon Lust gehabt, aber dafür hätte ich mich entsprechend vorbereiten müssen.

Du bist viel unterwegs, wie läuft’s denn in der Schule? Ich bin kein super Schüler, es geht so. Als ich im Frühjahr jedes Wochenende auf Regatten war, kam die Schule schon ein bisschen zu kurz. Aber dann muss man halt wieder mehr dafür tun.

Als Mitglied im D-Kader von Schleswig-Holstein wird dir permanentes Training angeboten. Geht’s da richtig ab?

Mehrmals Training in der Woche merkst du einfach, das bringt dich voran. Da wir den Olympiastützpunkt Schilksee vor der Haustüre haben, ist das perfekt. Dort liegt das Material, dort wartet der Trainer, einfach perfekt.

Weiterhin viel Erfolg!

STECKBRIEF

Geburtsdatum: 3.3.1991 Wohnort: Kiel Größe/Gewicht: 168 cm/52 kg Beruf: Schüler auf dem Hebbel-Gymnasium Segelnummer: GER-311 Musik: Red Hot Chili Peppers Lieblingsessen: Pizza, Nudeln mit Geschnetzeltem Homespot: Heidkate Lieblingsspot: Porto Pollo auf Sardinien Lieblingsbedingungen: Viel Wind und ein bisschen Welle Sponsoren: Surf Center Kiel Club: SC Kiel Hobbies: Windskaten und Parties, die sind immer gut Größter Erfolg: Warnemünder Woche 1. Platz U17

Interview: Alois Mühlegger, Fotos: reemedia


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