Wer ist Torben Sonntag?

 • Publiziert vor 16 Jahren

In der Kieler Szene ist der 25-Jährige schon länger bekannt, auf Maui fiel er einigen Szenekennern auf. Aber sonst? Torben Sonntag glänzt nicht mit Wettkampf-Ergebnissen, sondern mit radikaler Action. Ponch und Pushloop sind Standard, seit zwei Jahren versucht der Osnabrücker sich am Doppelloop. Als Student der Geografie möchte Torben die Welt kennen lernen – nach dem Abschluss stehen einige Trips auf dem Plan. „Afrika kreuz und quer, oben und unten“ ist das große Ziel. Mit Travelstories will er sich und seine Sponsoren präsentieren.

Wie ging’s bei dir mit dem Windsurfen los?

Mit elf Jahren auf Fuerte. In Cotillo zuerst mit dem Boogie-Board der Welle rumturnen, dann im Süden, da gab’s nur Flachwasser, aufs Brett. Zuhause, am Dümmer, surfte ich dann in den Ferien.

Und vom Dümmer dann gleich nach Maui? Mein Vater, der auch surft, wollte unbedingt bevor er 50 wird, nach Hawaii. Ich war 14, als ich in Sprecks das erste Mal auf Maui raus ging. Und dann sind wir fast jedes Jahr hingeflogen. Da lernst du natürlich eine Menge. Mit 17 war ich in St. Peter-Ording reif für den ersten Frontloop. Nach dem Abi zog ich zum Studieren nach Kiel, seitdem bin ich noch mehr auf dem Wasser.

Competition ist aber nicht dein Thema, oder? Meine Sponsoren hätten es schon gerne, dass ich im DWC oder im Worldcup einsteige. Aber für mich als Waverider rechnet sich das nicht. Startgeld, reisen, oft kein Wind, und wenn, dann mal sieben Minuten auf dem Wasser, Heat vorbei. Außerdem, viel hängt doch von der Jury ab. Drum sind so viele Fahrer unzufrieden.

Und trotzdem hast du Brett-, Segel- und Klamottensponsoren?

Ja, obwohl ich mich jahrelang nicht drum gekümmert hab. Auf einer Party in Kiel sprach mich irgendwann einer an, brachte mich zu F2/Arrows. Ein Jahr surfte ich für diese Marken. Anschließend holte mich Andy Wirtz zu Starboard. Auf Maui lernte ich Jeff Henderson von Hot Sails Maui kennen, so ergibt sich das halt.

Und was tust du für die? Ich versuch’, meine Sponsoren mehr durch Travelstories mit vielen Bildern zu promoten als mit Wettkampf-Resultaten

Vor wem hast du auf Maui in der Welle Respekt? Josh Angulo und Cisco Goya, die sind eine Klasse für sich, da kommen die anderen nichtmit. Die haben einfach Style. Und die Deutschen?

Klaas Voget in der Welle, Normen Günzlein im Freestyle

Kommt da was von unten nach, speziell im Waveriding?

Man registriert leider sehr wenige junge Leute in der Welle, beim Freestyle sieht es ein bisschen besser aus. Klar, das kann man bei Flachwasser auch auf jedem See trainieren.

Der nächste Trip? Ich check’ gerade Marokko ab. Nach dem Studium soll es dann drei Jahre um die Welt gehen.

STECKBRIEF

Geburtsdatum: 27.7.1978 Wohnort: Osnabrück, zurzeit Kiel Größe/Gewicht: 188 cm/80 kg Studium: Geografie Segelnummer: G-160 Musik: deutscher Hip Hop Lieblingsessen: gerne asiatisch, wenn’s Geld reicht Sushi Lieblingsspot: Hookipa auf Maui, an der Ostsee Altenteil auf Fehmarn, außerdem Weißenhaus, Heiligenhafen Lieblingsbedingungen: sideshore mit Wind von rechts, knapp masthoch Lieblingssegel: 4,7er S. O. von Hot Sails Maui Lieblingsboard: Starboard Acid 70 Sponsoren: Neos von Mormaii, Klamotten von Zembla, Hardware von Tecno Limits, Starboard und Hot Sails Maui Auto: VW T4 (von meinem Vater)

Interview: Alois Mühlegger, Fotos: Anselm Pauls, Lars Wehrmann


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