Redaktion

Madagaskar

  • Heidi Wunram
12.04.2011

Ein Trip in exotische, unbekannte Reviere ist meist keine Frage von Geld oder Zeit, sonder vielmehr von Mut. Den Mut, ausgetrampelte Pfade zu verlassen und die Ungewissheit zuzulassen, die ein solcher Trip mit sich bringt. In dieser Disziplin sind Heidi Wunram und Uli Hölzl sehr erfahren. Mit wenig Geld viel Neues entdecken, das tun die beiden Vollblut- Surferinnen immer wieder gerne. Diesmal traf man sich in Madagaskar.

„Unser Hotel war eine Holzhütte, 15 Meter vom Wasser entfernt – besser kann man nicht wohnen“

“Madagaskar ist selbst für hartgesottene Traveller noch eine Herausforderung”, lautete die Einleitung meines Reiseführers. Genau das Richtige also, dachten sich Uli und ich: abenteuerliches und ursprüngliches Reisen, nur zehn Prozent asphaltierte Straßen, kaum Infrastruktur, entspannte Menschen und viele lokale Brauchtümer. Peter Garzke, der 1997 mit der Windsurf-Trilogy in Lavanono gewesen war, hatte uns schon vor langer Zeit von Madagaskar vorgeschwärmt: keine Reise davor und danach hätte ihn so sehr berührt! Und auch Boujmâa, der mit der Windsurfing-Challenge 2007 in Diego Suarez gewesen war, meinte, Mada wäre ein unvergleichliches Abenteuer!

Ein Mädels-Adventure-Trip sollte es werden. Uli Hölzl und ich alleine durch den Süden Madagaskars. Uli Hölzl (lange Zeit Fünfte der PWA in der Welle, nebenbei auch noch Olympia-Teilnehmerin und Europameisterin in der Halfpipe im Snowboarden, Pharmazeutin und Ärztin), das sind ein Meter 55 voll Power, sowohl auf dem Wasser, wie auch an Land. Vor dem Trip dachte ich immer, ich wäre hart im Nehmen und würde so einiges aushalten. Hölzl Uli belehrte mich eines Besseren… Ich kümmerte mich um die Flüge, Uli um Mietwagen plus Fahrer, den Rest wollten wir spontan vor Ort entscheiden. Uli war mit Tom Hartmann und Stefan Richt schon zwei Wochen vor mir auf Madagaskar. Mit meiner Ankunft wollten sich die Jungs dann verdrücken.

Die erste Nachricht, die ich von Uli aus Madagaskar bekam, war dank der österreichischen Schimpftiraden nicht ganz jugendfrei: erst der Air Madagascar-Abflug fünf Stunden verspätet, dann natürlich den Anschluss- Flug in Tana verpasst, in Tana dann das Surf-Gepäck nicht mehr gefunden… den Rest kann sich jeder dazu denken…

In Fort Dauphin schien es dann besser zu funktionieren. Tsilav, ein Wellenreit-Local, hatte uns einen Jeep mit Tony als Fahrer vermittelt. Und beide warteten mit funktionierendem Auto am Airport! Dass dieses Duo für den ganzen Trip ein Segen war, durfte auch ich später noch erfahren.

Den achtseitigen Reisebericht mit diesen Surf-Spots findet ihr unten als PDF-Download:

Anakao

Lavanono

 

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