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Deutschland: Büsum

  • reemedia
13.04.2011

Wer unberührte Natur sucht, der ist in Büsum falsch. Nur durch permanenten Küstenschutz und Eindeichung konnte der Mensch dieses Stückchen Land der Nordsee abtrotzen. Entsprechend künstlich wirkt das Ambiente des Heilbades teilweise. Trotzdem lohnt sich, vor allem für Windsurfer, der Weg an den Ort zwischen Elbmündung und Eider-Sperrwerk.

“Büsum”? Gibt’s da außer den berühmten Krabben auch noch etwas anderes? Ja, reichlich Wind und ein überraschend gutes Windsurfrevier. “Bei westlichen Winden ist das einer der besten Flachwasser-Spots in Norddeutschland”, begeistert sich Sebastian Dörr, Windsurffilmer aus Hamburg, ohne zu zögern. Und mehr noch, nicht nur glattes Wasser erwartet hier Freestyler, sondern genauso erstklassige Voraussetzungen für den Start in die Windsurfkarriere. Der breiten Öffentlichkeit ist Büsum lediglich fürs Wattwandern und die Butterfahrten nach Helgoland bekannt. Oder eben wegen der Krabben. Entsprechend trifft man in Büsum eher “alte” Leute, die solche Freizeitaktivitäten und noch viel mehr Ruhe suchen.

Volle Pulle ballert der Nordseewind über die Perlebucht und hinterlässt doch nur winzige Erhebungen.

“Anscheinend ist der Windsurfspot Büsum nicht allzu bekannt!” vermutet Basti Dörr. Doch das wird sich ein gutes Stück ändern, man muss es nur eben wissen. Zurück von so viel Lobgesang und hin zu harten Fakten. Büsum ist eine gute Autostunde von Hamburg entfernt. Auf der A23 geht’s hoch und wenn man sich die letzten 30 Kilometer auf dem Weg nach St. Peter-Ording erspart, so ist man schon fast automatisch im direkt an der Nordseeküste gelegenen Büsum.

Mit “Nordseeküste” ist schon eine ganze Menge über beste Windqualitäten gesagt. Die schleswig-holsteinische Nordseeküste hat soviel Wind zu bieten wie sonst kein anderer Küstenstreifen oder See in Deutschland. Dabei hat Büsum an der Nordseeküste beides: “Küstenstreifen” und “See” – zwei Reviere in einem. Die Büsumer Perlebucht ist ein etwa 400 mal 150 Meter großer See, der durch einen etwa 150 Meter breiten Grünstreifen von der offenen Nordsee getrennt ist. “Getrennt” heißt auch, dass wir perfekt glattes Wasser in der Perlebucht haben. “Die spiegelglatte Piste ist für den perfekten Absprung ein Traum”, schwärmt Freestyler Basti Dörr.

Ein wenig künstlich wirkt der Spot schon, doch Basti Dörr liebt ihn wegen des guten Windes und des glatten Wassers.

„Für Windsurfer ist die offene Nordsee genauso interessant, da haben alle Platz ohne Ende“, erzählt Dominik. Der große Wassersportbereich ist hier extra ausgewiesen. Nur eine Stunde vor und nach der Ebbe gibt es hier kein Wasser. Wassermangel ist ier meist ein Fremdwort und die Freizeitplanung hat sich nicht nach dem Tidenstand zu richten. Die offene Nordsee ist selbst bei Flut häufig noch stehtief. Bei den in Norddeutschland vorherrschenden Windrichtungen – Südwest bis Nordwest – wird man mmer wieder zwangsläufig an Land zurückgetrieben. Stehtiefe, das Wasser ist fast immer da, eine für Wassersportler ausgewiesene Zone mit Platz ohne Ende, viel Wind – Windsurferherz was willst du mehr?

Den gesamten Revierbericht findet ihr unten als PDF-Download.

Leider hat sich bei diesem Bericht in SURF 4/2011 ein Fehler eingeschlichen: Erfahrene Büsum-Surfer haben es natürlich sofort gemerkt: Die Karte zum Spot Guide Büsum in war leider falsch beschriftet.

Immerhin wärt ihr auch an einen guten Surfspot gekommen, wenn ihr der Karte gefolgt wärt – nämlich an den Meldorfer Speicherkoog. Richtig ist aber, dass ihr direkt nach Büsum fahrt und dort dann der Ausschilderung Sandstrand folgt. Direkt am Deich findet ihr dann auch ausreichend Parkplätze (teilweise gebührenpflichtig). 

 

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