Redaktion

Griechenland: Limnos

  • Katharina Uhr
22.03.2011

Kaum bekannt und unberührt – und doch ein kleines Windsurfparadies. Die griechische Insel Limnos ist Freeride- und Wellenrevier in einem. Eine Kombination, die Seltenheitswert besitzt und ein jedes Surferherz höher schlagen lässt. surf-Redakteurin Katharina Uhr hat sich von den Qualitäten des urigen Eilandes in der Nordägäis überzeugt und stieß dabei auf ungewöhnliche Stadtoberhäupter und atemberaubende Buchten.

Perfekte Wellenbedingungen in der Bucht von Keros sind dagegegen eher selten. surf-Redakteurin Katharina Uhr und Surflehrer Alexander Avdjiev kamen jedoch in den Genuss.

Ich bin zu Gast bei Tasos Garofalis, dem Bürgermeister von Kontopouli, einem kleinen Ort an der Ostküste der griechischen Insel Limnos. Ich werde Zeuge wie der lokale Würdenträger seinen eigenen Ouzo brennt. Ein Ritual, dass er alle drei Monate begeht und dazu einige wenige Auserwählte einlädt. Eine Ehre, die mir eher zufällig zuteilwurde, denn unter den Gästen befindet sich auch Stefan Raev. Er betreibt eine der zwei ansässigen Windsurfschulen in der nahegelegenen Bucht Keros. Seitdem sich der gebürtige Bulgare vor drei Jahren auf der Insel niedergelassen hat, sind er und der Schnapps brennende Bürgermeister gute Freunde. Als Gast seiner Station hatte mich Stefan kurzerhand mitgenommen. Es ist mein erster Abend auf Limnos und eine bessere Einstimmung auf die griechische Lebensart hätte ich mir in der Tat nicht vorstellen können.

Einige Stunden zuvor war ich, nach knapp vier Flugstunden und einem längeren Aufenthalt in Athen, auf Limnos gelandet. Das Eiland gehört zur nordöstlichen Inselgruppe der Ägäis und liegt nur 22 Kilometer südwestlich von der türkischen Insel Gökçeada entfernt. Als ich auf dem Weg vom Flughafen, vorbei am Golf von Moudros in Richtung Ostküste, zu meiner Unterkunft in Kalliopi fuhr, dämmerte es bereits. Das restliche Licht der untergehenden Sonne bot mir jedoch genug Sicht, um das typische griechische Sommerbild einer kargen, beige gefärbten und zart hügeligen Landschaft wahrzunehmen. Eine Komposition, die mir von vielen Griechenlandreisen sehr vertraut ist und mich auf den ersten Blick jedes Mal wieder ein wenig anödet. Bis sich das Karge in raue Schönheit verwandelt und ich mich gar nicht mehr daran sattsehen kann. Vor allem dann nicht, wenn sich zu den beige-braunen Hügeln die verschiedenen Blautöne der Ägäis mischen.

Die Windsurfspots findet man auf Limnos hauptsächlich an der Ostküste, da der Meltemi aus Nordosten über die Insel hinwegfegt. In den Sommermonaten Juli und August sorgt der starke Wind aus der Ägäis für ein kräftiges Lüftchen und bläst durchschnittlich mit fünf Beaufort. Bei Limnos handelt es sich in erster Linie um ein Flachwasserrevier, das Anfänger beste Einstiegsmöglichkeiten bietet. Geübte Windsurfer finden aber ebenfalls ideale Bedingungen zum Freeidriden und Freestylen. Die Wellenspots funktionieren zur Hauptreisezeit im Sommer nur bei starkem Meltemi oder bei Nordoststürmen im September und Oktober. Allgemein gilt, dass während der Meltemi-Monate von Frühsommer bis Herbst der Wind vormittags stärker bläst und am frühen Nachmittag Richtung Norden abdreht. Danach kommt er ablandiger und schwächt sich leicht ab. Meistgefahrene Boards und Segel liegen zwischen 86 bis 100 Liter Volumen und 4,7 bis 8,5 Quadratmetern. In den Wintermonaten herrschen häufig Südstürme vor, die äußerst gefährlich sind und die Spots im Osten und Norden der Insel teilweise unsurfbar machen.

Den sechsseitigen Reisebericht mit diesen Surf-Spots findet ihr unten als PDF-Download:

Im zweiten PDF-Download findet Ihr zusätzliche Infos zu Restaurants, Unterkünften, Ausflugsmöglichkeiten und Autoverleih.

Griechenlands einzigartige Landschaftskomposition aus beigen Hügeln und intensiven Blautönen der Ägäis entfaltet auch auf Limnos seine betörende Schönheit. Dazu kachelt der Meltemi – Freeridespaß pur in der Bucht in von Keros.

 

Warm, blau und flach - so mögen Freerider ihr Revier. Die Bucht Keros auf Limnos bietet alles und dazu noch eine starke Portion Meltemi.

 

Ein Wellenspot mit vielen Facetten ist Gomati im Nordwesten der Insel.

 

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