Redaktion

Venezuela: Spot Guide El Yaque - Update

  • Lisa Gleichauf
21.07.2017

2004: Zehn Surfcenter, 100 Windsurfer auf dem Wasser, windig jeden Tag. 2016: Ein Surfcenter, zehn Leute auf dem Wasser, windig jeden Tag. Zwischen diesen beiden Blog-Einträgen eines El Yaque-Reisenden liegen zwölf Jahre und noch mehr politische Fehlentscheidungen, die das Windsurf-Paradies an den Rand des Abgrunds gebracht haben. Zwei Surfreisende haben ihre Vorbehalte weggeschoben und einen Trip auf die Isla Margerita gewagt – und waren positiv überrascht.

Paradise lost? Tom Brendt sagt nein: Paradise found!

Mit gemischten Gefühlen schließen wir die Haustür hinter uns ab. Es ist der 21. Dezember, 4:00 Uhr morgens und unsere Reise beginnt. Hinter uns liegen lange Wochen der Recherche und endlose Diskussionen ob der aktuellen politischen Lage in Venezuela. Unser Ziel ist die einstige Surfhochburg El Yaque, ein Revier, das vor zehn Jahren der Nabel der Surfwelt war und heute scheinbar in einer anderen Welt liegt – der Welt des "Sozialismus des 21. Jahrhunderts". In Caracas angekommen müssen wir einmal umsteigen. Bei der Gepäckausgabe wird mein Freund Phillip mehrmals von lateinamerikanischen Schönheiten angesprochen – was er denn hier macht und ob er wohl nicht allen Ernstes ein Tourist sei. Man rät uns den Flughafen auf keinen Fall zu verlassen und überall und bei allem aufzupassen. Unser Bargeld und die Kreditkarte stecken wir nach diesen Gesprächen allerdings unter unsere Schuhsohlen.

Schon nach kurzem Herumfragen im Flughafen finden sich schnell zwei nette junge Venezolaner mit guten EnglischKenntnissen, welche sich uns annehmen und sofort ihre Hilfe anbieten. Sie bezahlen unser Gepäck am Schalter mit ihrer Kreditkarte, wir geben ihnen dafür Euros. Es klappt! Die Reise kann weiter-gehen. Nach 35 Minuten Flugzeit erreichen wir  die Hauptstadt der Isla Margerita, Porlamar. Wir schnappen unsere Boardbags und sehen unseren Abholer und Hausmanager Fernando das erste Mal. Er ist Peruaner, groß und kräftig. Sieht aus wie ein Bär. Ein freundlicher. 

Den gesamten Spot Guide mit allen Neuigkeiten und diesen Spots gibt es unten im Download-Bereich:

1. El Yaque 2. La Punta 3. Manglillo 4. Punta Carnero

Venezuela: El Yaque - Übersichtskarte

Anreise: Es gibt derzeit keine Direktflüge nach El Yaque. Lufthansa, Air France, Iberia und andere Fluglinien fliegen jedoch regelmäßig nach Caracas, die Preise schwanken je nach Termin zwischen 700 und 1200 Euro. Den Anschlussflug auf die Isla Margarita (Porlamar) könnt ihr selbst über das Internet buchen oder - meist um einiges günstiger –  jemand aus El Yaque bucht ihn für euch. Also sprecht z.B. euren Posada- oder Hotelbesitzer darauf an. Die Mitnahme von Surfgepäck ist mit Voranmeldung kein Problem. Bucht euch am besten gleich zur Unterkunft noch ein Flughafenshuttle dazu, der Weg ist nicht weit und so kommt ihr sicher in El Yaque an. Haltet euch auch hier am besten an die Empfehlung eurer Posada- bzw. Hotelbesitzer.

Kontaktmann vor Ort: Tom Brendt ist der Mann, der El Yaque kennt wie kaum ein anderer. Für uns war er der erste Kontakt und auch ausschlaggebend, warum wir trotz vieler negativer Aspekte die Reise angetreten haben. Er kann euch vor Ort die Tipps und Tricks und Top-Spots der Insel zeigen. Ihr findet ihn leicht, denn er ist wie ihr jeden Tag am Spot und auf dem Wasser unterwegs, andernfalls ist er über tom@tom-brendt.de zu erreichen. Nützliche und aktuelle Infos findet ihr auch im Blog von El Yaque-Experte Phil Soltysiak unter www.philipsoltysiak.com/spots-of-el-yaque  

Diesen Artikel bzw. die gesamte Ausgabe SURF 9/2016 können Sie in der SURF App (iTunes und Google Play) lesen – die Print-Ausgabe erhalten Sie hier.

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