Ägypten: Assala (Dahab)

  • Tilo Eber
 • Publiziert vor 10 Jahren

Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht.... oder den perfekten Surfspot hinter zu schmutzigen Fensterscheiben. So erging es uns mit Assala, einem kleinen Ort in der Nähe von Dahab.

Ein traumhafter Ausblick vom Balkon

Vier Wochen lang habe ich in Assala, einer Siedlung kurz vor Dahab, gewohnt, ohne zu merken, dass nur zehn Meter von meinem Balkon entfernt einer der schönsten Spots liegt, an dem ich je gesurft bin. Die Frage, warum ein solcher Spot in nächster Nähe zum beliebten und allseits bekannten Dahab noch niemandem aufgefallen ist, lässt sich wohl am besten in Zahlen beantworten: 15 Surfstationen in Dahab auf der einen Seite, weniger als eine Hand voll Locals, die je in Assala gesurft sind, auf der anderen Seite... und wer entscheidet sich schon für ein Restaurant mit leerstehenden Tischen, wenn im Lokal nebenan die Gäste Schlange stehen.

Also reihte auch ich mich mit meiner Reisetruppe brav in die lange Schlange von Windsurfern ein, die den Spot am Roten Meer miteinander teilen wollen.

Die Lagune von Assala direkt vor unserem Appartement teilten jedoch allenfalls planschende ägyptische Kinder mit badenden Kamelen, sonst herrschte dort fast schon idyllische Leere. Uns diente der Flecken Wasser immerhin noch für den allmorgendlichen Schaumkronen-Check. War dieser positiv, gings ab ins Taxi und auf nach Dahab.

Als mich in Woche drei allerdings der Lagerkoller packte und der überfüllte Spot in Dahab claustrophobische Zustände in mir hervorrief, entschieden wir uns für unsere persönliche Erstbesegelung von Assala und riggten im Garten unseres Appartements auf. Große Erwartungen hatten wir nicht, von Land aus sah es ziemlich choppy aus, zudem war Luvstau des Windes durch die Häuser zu befürchten und auch das Wasser machte einen gefährlich seichten Eindruck. Keines unserer Vorurteile bestätigte sich. Im Gegenteil. Die Wasseroberfläche war durch das vorgelagerte Riff, das Kabbelwellen abblockte, traumhaft glatt. Einige größere Wellen wurden durchgelassen, erschienen aber eher geordnet und als perfekte kleine Rampen. Der Wind war zwar einen Tick schwächer als in Dahab, dafür weniger böig und sehr konstant. Vom Wasser aus erstrahlte die Silhouette von Masbat und Assala im weichen Morgenlicht, eingerahmt von den Gebirgszügen des Sinais. Einige Palmen am Strand und die türkisen Wasserfarben sorgten für Karibik-Feeling. Alleine mit guten Freunden dort zu surfen, machte die Session komplett.

“Das war besser als Bonaire!”, waren wir uns zurück an Land einig, ohne dass einer von uns je dort gewesen wäre...

Alle Assala-Infos findet unten ihr als PDF-Download.

Der Israeli Yarden Meir hat keine Berührungsängste mit ägyptischen Spots

 

In Assala kommt Tilo garantiert keiner in die Quere: Das türkise Flachwasser und das tolle Ambiente bleiben von den meisten Dahab-Urlaubern unentdeckt.

Nur gucken - nicht anfassen: Das Hausriff von Assala lockt zu Schnorchel-Ausflügen.

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