Kapverden: Sao Vicente

  • Flo Söhnchen
 • Publiziert vor 8 Jahren

Die Kapverdischen Inseln verbindet man in der Regel mit moderatem Wind, Horden von Kitern und Wavespots, in die sich allenfalls Profis mit Rundum-Sorglos-Paket trauen können. Auf Sao Vicente erlebt man hingegen so manch unerwartete Überraschung.

Die Wavespots im Osten der Insel sind in jedem Fall eine Reise wert – sofern man sich, wie Flo Söhnchen, mit kraftvollen Ozeanwellen auskennt.

Schon in einem unserer letzten Reiseberichte stellten wir die Frage, warum man sich das eigentlich antut... Wieder einmal stehen wir, beladen mit 100 Kilo Gepäck, verteilt auf zwei Windsurfboardbags und unsere normalen Taschen, am Flughafen und beneiden ein kleines bisschen die Kiter und Wellenreiter, die mit ihren kleinen handlichen Täschchen unterwegs sind.

Traumhafte Strände, karges Hinterland.

Unsere Antwort auf die Frage nach dem "warum" ist und bleibt: Weil es sich lohnt, immer wieder unbekannte Ziele zu entdecken, seinen Horizont zu erweitern, und häufig auch mal positiv überrascht zu werden von Bedingungen, mit denen man eigentlich gar nicht gerechnet hätte. Insofern waren wir wieder sehr gespannt, was uns wohl dieses Mal erwarten würde. Es ging für uns auf die Kapverdischen Inseln, genauer gesagt nach Sao Pedro auf Sao Vicente, einem bisher noch unbekannten Fleckchen auf dem Windsurf- Globus. Gerüchteweise gibt es dort im Spätherbst ein gut funktionierendes Windsystem, das die auf den Kapverden oft relativ schwachen Passatwinde durch einen Düseneffekt beschleunigen und somit für eine sehr gute Windausbeute sorgen soll. Aber die verfügbaren Informationen hielten sich in Grenzen – abgesehen von einem Revierbericht der Surf & Action Company gab es noch relativ wenige Informationen.

Fischfang ist noch immer die wichtigste Einnahmequelle der Einheimischen, der Tourismus steckt noch in den Kinderschuhen.

Genau das machte zwar einerseits für uns den Reiz des Besonderen aus, etwas noch relativ unbekanntes zu erkunden und vielleicht auch ein paar Überraschungen zu erleben. Andererseits machte man sich natürlich ständig Gedanken, ob denn der Spot wirklich so gut ist wie angekündigt, ob die Reisezeit wirklich für die Kapverden schon passend ist oder ob man das richtige Material dabei hat. Zu häufig hatten wir schon eine lange Anreise in Kauf genommen, um an einen Weltklassespot zu gelangen, an dem immer gute Bedingungen sind – außer in genau den Tagen, in denen man selbst  dort ist.

Den gesamten Reisebericht Sao Vicente mit den nachfolgenden 4 Spots lest ihr als PDF-Download. Sao Pedro Calhau Salamansa Topim

Text: Flo Söhnchen Fotos: Valerie Luther/Flo Söhnchen

Themen: AfrikaKapverdenSao VicenteWestafrika

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