„This tree is africa, this street is africa, this people are africa, this sand is africa, this air is africa – all this, all this is africa, my friend!“ Fabi Weber und Basti Schöffel übersetzen diese poetischen Worte in einen praktischen Guide für ein Land voller Gegensätze – Südafrika.

Ein österreichischer Arzt sperrt seine Praxis zu, ein bayerischer Grafiker schickt halbfertige Entwürfe an die Druckerei, ein Student aus Kiel lässt sich für die nächsten vier Wochen krankschreiben, ein Banker aus Spanien erscheint nicht zur Vorstandssitzung. Immer mehr Mitteleuropäer nehmen im Winter urplötzlich eine Auszeit. Warum? Es ist Capetown-Zeit! Kapstadt ist ein Magnet, der in den Monaten von November bis Februar seine stärkste Anziehungskraft auf Windsurfer erreicht. Von Europa aus gesehen gibt es kein einziges vergleichbares Ziel, des derart günstig und dabei mit relativ wenig Aufwand zu erreichen ist. Die gute Wellen- und Windausbeute, Land und Leute und natürlich die angenehm warmen Temperaturen machen Kapstadt zum Top-Spot. Hier trifft man nicht nur die Elite beim Training, sondern auch die, die so plötzlich von zu Hause verschwunden sind. Wer einen Surfurlaub in Südafrika plant, kann sich auf starke Erlebnisse freuen. Damit ihr schon vorher wisst, wo es lang geht, haben wir diesen Guide für euch zusammengestellt.

Silwerstromstrand ist die Alternative, wenn die meisten anderen Spots unfahrbar sind.

Der erste Eindruck: Wir sind in einer anderen Welt gelandet. Man spürt es schon am Flughafen. Zum ersten Mal erleben wir am eigenen Leib, wie sich ein Afrikaner in Europa fühlen muss. Allein unter überwiegend dunkelhäutigen Einheimischen begeben wir uns zur Passkontrolle und bekommen ein Touristenvisum in den Reisepass gestempelt.

Paternoster liegt nördlich von Kapstadt und gehört eher zu den Spots, die seltener funktionieren.

Nachdem wir den Flughafen verlassen haben, werden die Eindrücke noch befremdlicher. Der lange Weg nach Kapstadt führt über eine Autobahn, die zum größten Teil zwischen zwei Meter hohen Stacheldrahtzäunen verläuft. Dahinter liegen die ersten Townships und wir ahnen, warum der Zaun hier aufgestellt wurde. Die starken Kontraste zwischen Arm und Reich sind plötzlich extrem deutlich. Inmitten kleinerer Autos schwimmen wir langsam in den Großstadtverkehr hinein und kämpfen uns durch den Stau. Es ist keine Seltenheit, dass vor einem ein roter Ferrari an der Ampel steht und daneben ein alter Laster, der, mit einer Menschentraube beladen, versucht den Motor wieder in Gang zu bekommen.

Yzerfontain ist ein weiterer erstklassiger Spot, sollte es in Kapstadt zu starken Wind haben.

Je näher man dem eigentlichen Stadtkern kommt, umso "wohlhabender" werden auch die Townships, die dann zunehmend aus Blechhütten oder richtigen kleinen Häuschen bestehen. Später sieht man auch Stromleitungen und Abwasserrohre. Dass Afrika arm ist, wussten wir bereits vor der Abreise. Aber was wir dann vor Ort sahen, kann dem einen oder anderen schon aufs aufs Gemüt schlagen. Am Straßenrand stehen immer wieder sehr arme und teils sehr kranke oder verstümmelte Menschen, die versuchen durch Betteln, waschen der Autoscheiben, verkaufen von Figürchen aus Coladosen, Schmuck, Sonnenbrillen oder ähnlichem ein paar Rand zu verdienen.

Leider sind diese Bettler meist von Gangs organisiert und sehen deshalb oft nichts von dem, was man ihnen gegeben hat. Wir haben uns daher angewöhnt immer etwas Essen im Auto zu haben, wie Äpfel, Bananen oder Brot, das wir ihnen geben konnten. Inmitten dieser Armut und Verzweiflung findet sich trotzdem auch Fröhlichkeit. An einer Ampel entdeckten wir einen Bettler, der ein Schild mit der Aufschrift "Funny Money" hochhielt. Auf unsere Frage, was das zu bedeuten hätte, erklärte er, dass er uns gegen eine kleine Entlohnung in Form eines Apfels einen Witz erzählen würde. Als er dann in seiner Muttersprache, der Klicksprache seines Stammes, loslegte, verstanden wir natürlich kein Wort. Er selbst fiel beim Erzählen vor Lachen fast um und riss uns so mit, dass uns die Tränen in die Augen schossen. Das war die andere Seite.

Auch diese Themen werden in diesem Bericht ausführlich besprochen:  Sicherheit, Lebensmittel und Shoppen, Wohnen für jeden Geldbeutel, Essen und Trinken, Sehenswertes, welche Kleidung - welcher Neo, Anreise, Reparaturshops, Windinfos und das wichtigste: Ein Auto.  

Den ausführlichen Spot Guide Südafrika mit nachstehenden 15 Spots erhaltet ihr als PDF-Download. Elandsbaai Paternoster Swartried Langebaan Langebaan Lagoon Yzerfontain Silwerstromstrand Melkbos Big Bay Sunset Beach Milnerton Rietvlei Lake Whitsands Scarborough Cape of good Hope

Themen: Big BayCape of good HopeElandsbaaiLangebaanLangebaan LagoonMelkbosMilnertonPaternosterRietvlei LakeScarboroughSilwerstromstrandSüdafrikaSunset BeachSwartriedWhitsandsYzerfontain

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