Deutschland: Laacher See (Leserspot)

 • Publiziert vor 17 Jahren

„Bei vier bis sieben Windstärken brodelt der See“, schreibt Wolfgang Nelles ­ vielleicht fast so wie vor rund 11000 Jahren. Als während gewaltiger Bims- und Ascheeruptionen in dieser Vulkanregion in der Eifel eine Magmakammer einbrach und das Becken für den See schuf.

Es muss ein furchtbarer Lava-, Bims- und Ascheregen gewesen sein im Jahre 11000 v. Chr. Der dürfte den Menschen damals gar nicht gefallen haben – erst später, viel später, wurden die Bewohner der Vulkaneifel zu Nutznießern des gewaltigen Naturereignisses. Nach den heftigen Eruptionen zahlreicher Vulkane brach damals die Erdkruste ein, und eine mit Wasser voll gelaufene Caldera (Magmakammer) bildet seitdem den Laacher See. Die erloschenen Schlackekegel rund um den See tragen so heiße Namen wie etwa “Krufter Ofen”. Bis heute noch gibt die erkaltete Magma unter der Eifel Kohlendioxid-Gas ab. Prima für frisches Mineralwasser, an einer Stelle am Ostufer perlt es sogar aus dem See.

Wo ehemals Asche, Lava und Geröll eine düstere Endzeitstimmung inszeniert haben, herrscht heute traute Idylle. Die Staubwüste ist zum grünen Naturpark erblüht, die Abtei Maria Laach schmiegt sich lieblich in die Landschaft. Doch das ist nur die trügerische Ruhe vor dem Sturm. Wolfgang Nelles schwärmt von den Tagen, an denen der See kocht: “Hin und wieder scheint der Vulkan noch zu brodeln und bei vier bis sieben Windstärken aus Südwest steht er dann kurz vor dem Ausbruch. Wellen bauen sich auf, und man kommt sich vor wie beim Tanz auf dem Vulkan.” Dabei ist der Einstieg alles andere als höllisch: Eine gepflegte Wiese am Campingplatz mit Slipanlage für Segler und Surfer (für sieIbdeynll iEsucrhoe rk aAnnu fmrigang pmlaitt zBrett und Auto direkt an den See fahren, bekommt auch einen Wimpel, den man beim Surfen zeigen muss) sorgen für besten Komfort.

Alle Infos über diesen Spot findet Ihr unten als PDF-Download.

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