Deutschland: Mecklenburg-Vorpommern

 • Publiziert vor 17 Jahren

Mecklenburg-Vorpommern – das klingt für viele trotz unendlicher Küsten und ungezählter Boddengewässer nicht nach Surfurlaub. Aber wer dem Küstenabschnitt zwischen Rostock und Zingst trotzdem einen Besuch abstattet, wird seine Vorurteile schnell über Board werfen. Ein Porträt einer fast vergessenen Landschaft und unentdeckten Surfspots.

Mecklenburg-Vorpommern? Das klingt nach Ferien für Ornithologen, Greise und Familien, nach Alltag für Bauern, Kellner und Sozialpädagogen. Sollten Auswärtige ein Bild vom Land an der Ostsee zeichnen, es wäre idyllisch, aber langweilig. Doch Meck-Pom, das sind auch Röhrensysteme und Stahlskulpturen, Videokunst und Elektroart. Sein Herz, es schlägt im Bauch eines alten Stahlschiffs.

Die Bundesstraße von Lübeck nach Stralsund trennt Meck-Pom in zwei Hälften. Ein asphaltierter Wohlstandsgraben. Östlich davon, sagt Jens-Peter Weiß (33), „wird es immer trister“. Die Seenplatte kann noch mithalten, doch einzig dem Gebiet nördlich der Küstenroute „geht es richtig gut“. Der Bootsbauer wohnt darüber. Und wie! Mitten in der Pampa und doch am Geschehen, in einem Dorf nahe am Wasser. Von seiner umfunktionierten LPG-Werkstatt aus, wo früher Traktoren standen, ist bei guter Sicht der Saaler Bodden zu sehen. Wo es nach Dung und Motoröl stank, riecht man nun die offene See hinter dem Bodden. Von beiden umflutet pocht die zweite Herzkammer: Fischland. Auftakt zum Darß, der Halbinsel vor Rügen. Surfmekka, Segelrevier, Naturreservat, Touristensilo, Strandpartyzone.

Diese Spots findet ihr im Revier Guide:

Warnemünde, Graal-Müritz, Neuhaus, Dierhagen/Dorf, Wustrow, Ahrenshoop, Born, Prerow, Zingst

Themen: DeutschlandDownloadSurfspotsWavespots

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    Mecklenburg-Vorpommern

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