Griechenland: Kreta: Palekastro

  • Maarten van Ochten
 • Publiziert vor 7 Jahren

Windsurf-Profis haben häufig das Privileg, an den schönsten Spots der Welt zu surfen. Oft haben diese Reviere schillernde Namen und jeder Windsurfer schnalzt mit der Zunge, als hätte er gerade ein Top-Modell gesichtet. Nicht so bei Palekastro im äußersten Osten Kretas. Freestyle-Pro Maarten van Ochten lernte den Spot beim EFPT-Event 2009 kennen und lieben. Vielleicht gerade, weil es kein schillernder Name ist und weil hier kein Schaulaufen angesagt ist.

Heimliche Liebe: Palekastro auf Kreta, Rider: Daniel Stano

Ich kenne Hannes und Rik von der Freak Surfstation vom EFPT-Contest in Palekastro. Ich habe einige schöne Erinnerungen an diesen Wettbewerb, da ich den fünften Platz belegt habe und wir jeden Tag guten Wind hatten! Als mich Hannes Anfang des Jahres fragte, ob ich ihn wieder besuchen kommen würde, sagte ich sofort zu! Im Sommer 2009 hatten wir eine guten Mix mit unterschiedlichen Verhältnissen von super Flachwasserbedingungen fürs 5,3er bis hin zu full power Bump & Jump-Bedingungen mit 4,0er. Ich freute mich auf diese Voraussetzungen – warmes Wasser an einem coolen Freestyle-Spot. 

Direkt nach dem Bonifacio Freestyle Projekt auf Korsika habe ich nur kurz daheim in Holland den Koffer umgepackt und saß neun Stunden später schon im Flugzeug nach Kreta. Die zwei Stunden Transfer vom hektischen Flughafen in Heraklion und der vom Massentourismus geprägten Nordküste rüber in den Osten der größten griechischen Insel eignen sich perfekt als Vorbereitung auf das, was einen in Palekastro erwartet. Immer ursprünglicher wird die Landschaft und immer atemberaubender die Ausblicke.

Griechenland: Kreta: Palekastro

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Windsurf-Profis haben häufig das Privileg, an den schönsten Spots der Welt zu surfen. Oft haben diese Reviere schillernde Namen und jeder Windsurfer schnalzt mit der Zunge,  als hätte er gerade ein Top-Modell gesichtet. Nicht so bei Palekastro im äußersten Osten Kretas. Freestyle-Pro Maarten van Ochten lernte den Spot beim EFPT-Event 2009 kennen und lieben. Vielleicht  gerade, weil es kein schillernder Name ist und weil hier kein Schaulaufen angesagt ist.

Und Palekastro ist dann so, wie man sich ein malerisches griechisches Dorf an der Küste vorstellt. Keine Hotelburgen mehr, gemütliche Tavernen, Apartments inmitten von Olivenhainen. Und ein Strand, der im Sommer fast täglich vom verstärkten Meltemi heftig belüftet wird.

Gleich am Morgen nach unserer Ankunft kam mein Fünfer-Segel zum Einsatz. So schön! Ich hatte nach dem langen Winter beinahe vergessen, wie angenehm es ist, in Boardshorts zu surfen.  Am Kouremenos-Beach bläst der Meltemi sideshore von links. Am Ufer ist das Wasser komplett flach und je weiter man rausgeht, desto mehr kleine Wellen zum Springen hat man. Der Meltemi beginnt gegen neun Uhr morgens und ist mittags am stärksten. Normalerweise ist es den ganzen Tag über windig, und erst ab fünf Uhr am Nachmittag nimmt der Wind etwas ab. So bestimmte der Wind schnell unseren Tagesrhythmus. Eine Morgensession, dann einen griechischen Salat mit Souvlaki (Tipp von Hannes) in der Taverne direkt am Strand und dann nach einer kleinen Pause wieder zur Nachmittagssession aufs Wasser.

In unserer Zeit in Palekastro lernten wir auch alle Alternativ-Spots der Gegend kennen, die ich euch hier vorstellen möchte. Allen ist gemeinsam, dass ihr Trubel, Party und Platzprobleme auf dem Wasser wie an anderen In-Spots vergebens sucht.

Diese Spots beschreiben wir unten im PDF-Download:

1. Kouremenos 2. Chiona 3. Xerokampos 4. Sitia (Stadt) 5. Sitia (Das Hotel) 6. Faneromeni 6. Tenda

Rider: Daniel Stano

Themen: GriechenlandKreta

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