England: Themse

  • John Carter
 • Publiziert vor 8 Jahren

Gespenstische Bauten in der Themsemündung. Reality oder Fake? Jederzeit könnten diese verrotteten Ungetüme dem ‚Mariner’ Kevin Costner und seinem Trimaran als Filmkulisse dienen, doch sie haben eine viel ernstere Geschichte. John Carter und Nik Baker machten sich auf nach ,Waterworld’ und erforschten die Überbleibsel von Fort Maunsell mit dem Windsurfbord.

Der riesige Offshore-Windpark liefert Power fürs Königreich.

Rätsel der Vergangenheit Auf dem Rückweg von einem Wave-Trip an die Küste von Kent machten John Skye, Nayara Alonso, Robby Swift, Timo Mullen und ich in Whitestable Halt, um etwas zu essen. Während wir uns auf der Küstenmauer Fish and Chips schmecken ließen, machten wir am Horizont, hinter dem riesigen Offshore-Windpark, zwei rechteckige Klötze aus. Doch obwohl diese Dinger da draußen ziemlich geheimnisvoll aussahen, verschwanden sie schon bald darauf wieder aus meinem Gedächtnis. Bis mir dann ein paar Wochen später der North/Fanatic-Teamfahrer Mat Pearch einige Fotos mit Location-Vorschlägen für unsere Küsten-Serie schickte. Unter seinen Entdeckungen fand ich ein Bild dieser mysteriösen Objekte und das Rätsel um sie war gelöst.

Gespenstische Kulisse – die 70 Jahre alten Flugabwehrtürme in der Themsemündung.

Die rostigen Kanzeln, die da aus dem Wasser wuchsen und aussahen wie das Filmset von "Waterworld", liegen neun Meilen vor der Küste in der Themsemündung und sind eine langsam zerbröckelnde Erinnerung an die dunkelsten Tage des Zweiten Weltkrieges. Sie sehen aus wie Bauten aus einem Science-Fiction-Film, in Wirklichkeit spielten diese Forts aber eine wichtige Rolle in der britischen Militärgeschichte. Ursprünglich wurden sie 1942 als Flugabwehrtürme errichtet, in den 1950ern außer Dienst gestellt und schließlich den Wellen überlassen.

In der 60ern und 70ern eroberten Piratensender von dort aus den Äther. Für mich waren sie der perfekte Hintergrund für aufregende Windsurf-Fotos. Ein Surf-Shooting bei den Forts kam sofort auf meine Hitliste. Doch ein Boot zu bekommen, den richtigen Tag zu erwischen und einen Windsurfer zu finden, der dabei mitmachte, stellte sich deutlich schwieriger heraus als erwartet.

Die Fotostory über die Flugabwehrtürme in der Themse lest ihr im PDF-Download.

Text und Fotos: John Carter

Themen: EnglandGrossbritannienReiseThemse

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