Niederlande: Spot Guide Ijsselmeer Ost

  • Chris Hafer
 • Publiziert vor 4 Jahren

Hindeloopen, Makkum & Workum kennt jedes Kind. Aber selbst hier gibt es, im nahen Umkreis der alten Bekannten, noch Neues zu entdecken. Holland-Kenner Chris Hafer stellt euch die besten Ecken seiner zweiten Heimat vor.

Niederlande: Spot Guide Ijsselmeer Ost - Hindeloopen

Leaver dea as slaef – "Lieber tot als Sklave", so lautet ein Wahlspruch der Friesen, der auf Fahnen, Häusern und auch auf einem Stein am Roten Kliff südlich des Surfspots Stavoren zu lesen ist. Wo heute gesurft wird, hatten im Mittelalter die Friesen lange für ihre Unabhängigkeit gekämpft und diese durch die Schlacht bei Warns, nahe Stavoren, im Jahre 1345 letztlich auch gewonnen. Etwas, auf das die Friesen bis heute stolz sind. So wird alljährlich der Jahrestag der Schlacht bei Warns am Roten Kliff feierlich begangen. Stolz können die Friesen am Ijsselmeer auch noch auf andere Dinge sein, etwa auf ihre Surfspots im Nordosten des Binnenrevieres.

Teilweise haben die Strände der ehemaligen "Zuiderzee" auch heute noch ein wenig Südsee-Flair, zumindest bei passendem Wetter. Ähnlich wie die Südsee ist das Ijsselmeer in diesem Bereich auch ein eher ruhiges Revier und der Mangel an Riffen wird durch ausreichend Sandbänke wieder wettgemacht.

Die flachen Stehbereiche und eine sehr gute Infrastruktur machen die Ostseite des Ijsselmeers zu einem perfekten Ein- und Aufsteigerrevier und einem Hotspot der holländischen und westdeutschen Szene. Umso erstaunlicher ist es, dass man unweit abseits bekannter Surfhochburgen wie Makkum oder Hindeloopen noch relativ leere und wenig frequentierte Strandabschnitte zum Surfen findet – wie etwa Stavoren.

Vielen Spots gemeinsam ist, dass sie am besten bei südwestlichen bis nordwestlichen Winden funktionieren. Dann kommt der Wind side- bis sideonshore. Bei Westwinden bedarf es oft ein ganzes Stück Fußweg, bis man die ganz flachen Bereiche überwunden hat, um sich dann mit der kurzen steilen Ijsselmeerwelle auseinanderzusetzen.

Weht der Wind mal aus östlichen Richtungen, dann gibt es eine ganze Reihe von Binnengewässern als Alternativen – dazu lest ihr bald mehr im surf Magazin.  

Niederlande: Spot Guide Ijsselmeer Ost

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Hindeloopen, Makkum & Workum kennt jedes Kind. Aber selbst hier gibt es, im nahen Umkreis der alten Bekannten, noch Neues zu entdecken. Holland-Kenner Chris Hafer stellt euch die besten Ecken seiner zweiten Heimat vor.

Den gesamten Spot Guide mit diesen Spots gibt es unten im Download-Bereich als PDF:

1. Makkum 2. Workum 3. Hindeloopen 4. Molkwerum 5. Stavoren  

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Themen: HollandIjsselmeerNiederlande

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