Irland: Roadtrip

  • Jan Freitag
 • Publiziert vor 16 Jahren

Die absurdesten Erlebnisse behält man für immer. Und so wird es wohl den fünf Surfern ergehen, die eigentlich nur die schönsten Wellen der irischen Westküste schlitzen wollten. Unterwegs in einer alten Feuerwehr, in der nur noch der Durst gelöscht wird, mit Steinen beladen, die mal auf einem Mecklenburger Hof zu Kunst verschweißt werden sollen, in die morschen Federbeine gepresst unter der Last einer Unmenge von Boards für den „großen Fang“. Doch am Ende war der „Beifang“, die unerwarteten Erlebnisse am Straßenrand, die fetteste Beute.

„Wir sind eigentlich immer auf der Suche nach dem großen Fisch“, sinniert Christian und krault sich dabei versonnen im Kinnbart – „und kriegen dabei eine Menge Beifang ins Netz“. Christian Tesche sagt das mit viel Bedacht. Das ist nicht immer die Art des bekennend einfach gestrickten Mecklenburgers, doch bei Bedingungen wie sich die irische Westküste gerade präsentiert, flüchtet man schnell ins Philosophische. Gerade bei Surftrips in die Ferne, gerade, wenn die Erwartung groß, die Realität jedoch ernüchternd ist. Und die Erwartungen an eine Reise nach Irland – vier Surfer, ein Journalist und eine ausgebaute Feuerwehr mit 13 Boards auf dem Dach – sind natürlich enorm. Vor allem mitten im stürmischen Herbst. An der rauen Atlantikküste, so versichern alle Wetterexperten, sei die Windgarantie in dieser Jahreszeit fast einklagbar. Dazu versprechen sie – dank Golfstrom – ein besonders mildes Klima und herrliches Licht bis spät in den Herbst: Ein Surfertraum in Grün.

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    Roadtrip Irland

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