Karibik: Barbados

  • Klaas Voget
 • Publiziert vor 8 Jahren

Einen besseren Botschafter als Brian Talma kann sich eine Karibik-Insel wohl nicht wünschen. Unermüdlich predigt der Action Man Talma die Vorzüge seiner Heimat Barbados. Trotzdem geriet der ehemalige Hotspot fast in Vergessenheit. Deutschlands Top-Waver Klaas Voget wurde beinahe gezwungen, für ein Fotoshooting dorthin zu fahren – und wollte kaum wieder zurück.

Leben wie in einem Katalog für Beachklamotten: Brian Talma vor seinem bunten Action Shop - typisch bunt.

Es gibt viele schöne Flecken auf dieser Welt. Atemberaubende Strände, Orte mit konstantem Wind, Orte mit super Wellen. Man könnte meinen, dass die Frage, wo denn nun im Juni der richtige Ort sei, für mich als vielfach um die Welt Gereisten einfach zu beantworten wäre. Es ist die Zeit für das jährliche Chiemsee-Shooting – für die Kollektion des nächsten Sommers. Wie in den Vorjahren ist der Zeitraum sehr begrenzt und geshootet wird die Eier legende Wollmilchsau. Sechs Tage sind angesetzt, um den ganzen Katalog zu fotografieren, plus Hammer-Action in der Promodel Shorts – das Ganze vom Windsurfen, Kiten und Wellenreiten. Ich überlege: Hmmm..... Mehr fällt mir erstmal für den Juni nicht ein – gibt es im Juni eigentlich richtig schöne und windsichere Plätze, die Wave Bedingungen in Shorts bieten, für diesen kurzen Zeitraum sinnvoll anzufliegen und darüber hinaus mit dem ganzen Geraffel im Gepäck einigermaßen bezahlbar sind?

Letztes Jahr waren wir auf Fuerte und hatten ein Riesenglück. Wir haben einen der besten Tage des Sommers am Glass Beach mitgenommen und kamen mit super Shots zurück. OK – Palmen eher weniger, dafür Sand und Sonne ohne Ende. "So ein Glück mit den Bedingungen haben wir auf den Kanaren nicht noch einmal", versicherte ich Tobi, der fürs Shooting verantwortlich ist. Tahiti, Mauritius – da gibt’s im Juni Wellen und Wind – und schöne Shooting-Locations gibt es auch. OK – ist ein weiter Flug, aber.... oder Barbados. "Ja genau! Check mal die Flüge nach Barbados!"

Hackwind wie in Südafrika oder auf Gran Canaria darf, oder besser muss, man auf Barbados nicht erwarten. Aber gerade das  macht den Reiz auch für Wave-Neulinge aus.

Kaum ausgesprochen, hatte Tobi schon unsere Reisedaten eingegeben. Wir dachten erst er hätte sich vertippt, doch auch nach dem zweiten Blick waren die Daten richtig. 440 Euro pro Person sollten die Flüge kosten, das ganze für eine Woche mit Condor von Frankfurt. Wir schauten uns etwas verdutzt an. Vor Jahren waren wir schon mal dort zum Shooten – und es war super! Der Juni ist statistisch einer der windigsten Monate im Jahr. Noch dazu Surfen nur mit Shorts und Strände, die es in die Top Ten der Welt schaffen. Zwei Tage später waren zehn Tickets gebucht und über einen Freund von mir eine Unterkunft direkt am Silversands Beach organisiert, unweit der Surfstation von Action Man Brian Talma.

Condor nimmt Surfgepäck für faire 50 Euro pro Strecke mit. Man muss allerdings aufpassen, dass man nicht über die erlaubten 30 Kilo packt, denn danach wird pro Kilo kassiert. Auch das Handgepäck wird gerne direkt am Gate noch gewogen und jedes Kilo über sechs Kilo extra kassiert. Dann ist es bereits zu spät zum Umpacken – nicht grade kunden­orientiert, aber effektiv und teuer, wenn man nicht aufpasst.

Barbados ist der Inbegriff des karibischen Traums: Kristallklares, warmes Wasser, üpprige Vegetation und beständige Passatwinde.

Wer noch nie zu dieser Jahreszeit in der Karibik war, der wird gleich beim ersten Schritt aus dem Flieger etwas von der schwülen Hitze erschlagen. Die Regenzeit steht an und die Luftfeuchtigkeit macht die eigentlich angenehmen 28 Grad erstmal etwas gewöhnungsbedürftig. Ein Schild mit der Aufschrift: "Relax – You’re in Barbados!" legt einem aber schon ein paar Schritte weiter nahe, dass man sich nicht stressen sollte. Mit der dazu passenden Geschwindigkeit wurde der Flieger entladen und ganz entspannte eineinhalb bis zwei Stunden später waren wir auch schon aus dem Flughafengebäude raus.

Für die ersten zwei Tage waren Wind und Wellen angesagt, danach sollte es etwas abflauen. Wind, das bedeutet auf Barbados irgendwas zwischen 5,0er- und 6,2er-Segel, je nach Körpergewicht. Tage fürs 4,7er sind die Ausnahme. Da Marius und ich nicht grade die schwersten Brocken sind, hatten wir als größtes nur 5,0 dabei und so konnten wir am ersten Tag Hannah dabei zusehen, wie sie im golden glitzernden Bikini ihren Kite aufpumpte und Janni, wie sie am South Point mit ein paar flinken Duck Dives in den Line-up paddelte... Eine Augenweide!

Den gesamten Barbados-Report mit diesen Spots findet Ihr unten als PDF-Download:

• Silver Rock • Silver Sands • Surfers Point • Oistins

Themen: BarbadosBrian TalmaKaribik

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    Karibik: Barbados

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