Brasilien: Jericoacoara

  • Andreas Erbe
 • Publiziert vor 11 Jahren

Kein anderer Spot hat in den letzten Jahren so viel Aufmerksamkeit bekommen wie Jericoacoara in der nordbrasilianischen Provinz Ceara. Zwischen Oktober und Dezember ist es rappelvoll auf dem Wasser und das, obwohl die Anreise ins Paradies nicht gerade paradiesisch ist. Dafür bläst es zur Entschädigung täglich. surf war vor sechs Jahren als eines der ersten Magazine in Jeri – jetzt haben wie den Postkarten-Ort wieder besucht und nachgeschaut, was vom Flair früher Tage noch übrig ist.

Ich kann mich noch gut erinnern. Vor gut sechs Jahren rief ein gewisser Fabio aus Brasilien in der Redaktion an. Er wolle gerne einmal in München in der Redaktion vorbeischauen und uns einen unfassbar guten Spot im Norden von Brasilien vorstellen, an dem er eine mehr als professionelle Surfstation aufbauen wolle und es habe nahezu jeden Tag Wind für 4er-Segel zwischen Juli und Dezember. Eine Zeit, in der es sonst weltweit schwer fällt, sichere und warme Starkwindspots zu finden. Aber Fabio kam nach München und war gut vorbereitet. Er rechnete vermutlich mit Zweifeln an seinen vollmundigen Versprechungen. Im Gepäck hatte er bei seinem Besuch nicht nur offizielle Windstatistiken der Provinz Ceara, wo der Spot liegt, sondern auch den Zeitungsausschnitt der Washington Post, in dem der Ort in die Top Ten der schönsten Strände der Welt gewählt worden war. Sein Name: Jericoacoara – welch ein Wort. Wahrscheinlich war der Ort vorher nicht bekannter, weil niemand wusste, wie man ihn ausspricht. Obendrein tischte er Fotos auf, die der Bacardi Werbung entsprungen sein konnten. Zufrieden zog Fabio von dannen – er hatte es geschafft. Meine Neugier war geweckt und wenig später saß ich im TAP-Flieger nach Lissabon und weiter nach Fortaleza. Danach ging es gute fünf Stunden im Jeep weiter, die letzten Kilometer direkt über den Strand und durch gewaltige Dünen – bis ins gepriesene Dorf.  

 

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