Türkei: Gökceada

  • Chris Pressler
 • Publiziert vor 11 Jahren

Die Idylle des Ägäisspots im Nordwesten der Türkei täuscht. Gökçeada, die größte Insel der Türkei, war viele Jahre Zankapfel zwischen Griechenland und der Türkei. Früher lebten an die 9000 Griechen auf der Insel, heute nur noch rund 200, dafür etwa 8000 Türken. Als Windsurftourist bekommt man von den historischen Ränkespielen heute nahezu nichts mehr mit. Dafür umso mehr vom kräftigen Sommerwind. Chris Pressler und Fotografin Kers tin Reiger haben sich den Geheimtipp ein Mal näher angeschaut.

Die Insel hinterlässt im ersten Eindruck ein sehr gebirgiges Bild. Gökçeada gilt seit der Antike als besiedelt. Zahlreiche Quellen und Speicherseen bescheren den landwirtschaftlichen Nutzflächen auch im Sommer ein saftiges Grün. Ein voll ausgebautes Straßennetz spannt sich über die Insel. Mit Ausnahme der Nordwestküste sind beinahe alle Küstenabschnitte mit dem Auto oder Moped erreichbar.

Unser Ziel ist der Südosten der Insel, die Bucht von Aydincik. Erst quälen wir unseren Mietwagen über eine Passstraße gegen Süden, die während unseres Aufenthalts im August verbreitert und entschärft wurde. Von der Passhöhe aus eröffnet sich ein Blick auf eine weite Ebene mit Sandsteinklippen im Hintergrund und auf einen dunkelblauen Meeresarm, der mit Schaumkronen geschmückt ist.

Wir rollen durch Eselek, wo heftige Windböen den Staub auf der Straße verwirbeln. Die Ruhe im Hafen bei unserer Ankunft hat uns getäuscht. Die südöstliche Zone Gök çeadas unterscheidet sich geographisch vom Rest der Insel. Vor Eselek spannt sich eine Ebene auf, die von der felsigen, aus Sandsteinformationen gebildeten Halbinsel Kefalos begrenzt wird und wie eine Landbrücke wirkt, die sich wenige Meter über den Meeresspiegel angehoben hat. Über diese fegt der Nordostwind. Die Obstbäume biegen sich rhythmisch im Wind. Nach weiteren drei Kilometern biegen wir in einer stark gekrümmten Linkskurve in Richtung Ägäis ab und erreichen den Strand von Aydincik. Der Blick auf den naturbelassenen Sandstrand ist überwältigend. Am türkisen Wasserstreifen gleiten zahlreiche Windsurfer in nächster Distanz zum Ufer. Die Wasseroberfläche ist spiegelglatt, die absolute Traumvorstellung vieler Speedfreaks.

Die Infos zu diesen Spots findet Ihr unten als PDF-Download:

• Aydincik Strand

• Kefaloz Koyu

• Güzelceköy

• Tuz Gölu Salzsee

Chris Pressler

 

 

 

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  • 2,00 €
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