Redaktion

Einzeltest 2019: Foilsegel Duotone F_Type 6,8

  • Stephan Gölnitz
30.04.2019

Das Thema „Foilen“ wird heiß diskutiert, beim Stichwort „Foilsegel“ brennt dann spätestens die Luft. Duotone kommt dennoch mit einem speziellen Tuch.

Wir haben Produkt-Manager Roaul Joa gefragt, warum – und das Segel ausgiebig gesurft.

Gerade hat das Team noch North-Segel gemacht, jetzt heißt deren Marke Duotone. Spätestens wenn man den Softcamber im neuen F_Type findet, ist jeder Vaterschaftstest überflüssig. In diesem speziellen Foilsegel macht sich der elastische Camber, der in den 90ern bei North Sails für „Ohs“ und „Wehs“ sorgte, sehr gut. Dabei wollte Produkt-Manager Joa zuerst gar kein reines Foilsegel bringen: „Ich glaube persönlich fast mehr an ein Hybridsegel, das auch zum normalen Windsurfen geeignet ist, so wie bei den Boards ein Gecko Foil.“

Doch die Nachfrage bestimmt das Angebot und die Nachfrage nach Foilsegel ist offensichtlich da. „Unsere Agenten sehen da einen riesigen Markt, da haben wir dann das Produkt gemacht. Und das ist, glaube ich, auch richtig gut geworden.“ Mit der Option „mit“ oder „ohne“ Camber aufgebaut zu werden, dazu für SDM- und RDM-Mast geeignet, bietet das F_Type viele Optionen. Das ist spannend.

Drei Varianten konnten wir ausgiebig probieren: Im Set-up „SDM mit Cambern“ wirkt das – bis weit nach oben bauchige Segel – trotz nur vier Latten bei 6,8 Quadratmetern nahezu normal straff. Es hat einen tiefen Bauch weit hinten, gleitet sehr gut an und durch, lässt sich allerdings nicht sonderlich gut anpumpen. Die Softcamber rotieren auch bei wenig Winddruck sehr leicht, was zum Foilen besonders wichtig ist. Die Variante „RDM mit Cam“ gefiel uns bei leichtem bis mittlerem Wind sehr gut. Die Rotation flutscht besser als bei jedem Segel mit Hardcams, das Segel lässt sich auf dem RDM spürbar besser anpumpen. Richtig soft, bauchig und sehr elastisch anzupumpen wird es dann auf dem RDM ohne die stützenden Camber. Das gibt maximalen Dampf, ist vom weichen Feeling aber Geschmackssache. Die Lattenrotation ist aber genial. Beim Foilen ist meist weniger Druck im Segel, das erlaubt so extreme Set-ups erst.

Allen Varianten gemeinsam ist die Fokussierung auf Leichtwind, richtig angepowert zieht das Segel hinten deutlich – was zum normalen Windsurfen nicht gut geeignet ist.

SURF Fazit

Das F_Type überzeugt als Foilssegel für Leichtwind. Zum normalen Gleitwindsurfen ist es nicht geeignet. Die altbekannten Softcamber erleben eine sinnvolle Renaissance. Sie rotieren soft und können sogar komplett ausgebaut werden.

Die beliebten Softcamber von Duotone


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