NeilPryde Fusion 6,1Foto: Stephan Gölnitz

Segel-FreemoveNeilPryde Fusion 6,1

surf-Empfehlung: Wer ein Freemovesegel sucht, weil er einen großen Windbereich abdecken möchte, Gas geben und in der Halse ein leichtes Segel wünscht, der liegt mit dem Fusion gut im Rennen. Es ist wie gemacht zum Heizen und Halsen.

  [Segel] NeilPryde Fusion 6,1 : [Board] Fanatic Gecko 105 : [Tester] Christian Winderlich : [Spot] Langebaan/SüdafrikaFoto: Stephan Gölnitz
[Segel] NeilPryde Fusion 6,1 : [Board] Fanatic Gecko 105 : [Tester] Christian Winderlich : [Spot] Langebaan/Südafrika

An Land: Beim NeilPryde-Segel fällt vor allem die neue Schothornkonstruktion mit radial angeordneten Kevlarfäden ins Auge. Mit 1,96 Meter fällt die Gabel recht lang aus. Das verwendete Material wirkt weder unter- noch überdimensioniert, was einen ordentlichen Kompromiss aus Gewicht und Robustheit ergeben sollte. Bereits an Land sieht man dem Segel das kraftvolle Profil im Bereich der untersten drei Latten an.

Auf dem Wasser: Das NeilPryde-Segel ist – im positiven Sinne – deppeneinfach zu surfen. Stabil wie eine Schiebetür steht es vor dir, dichtholen, einhaken, losdüsen geht übergangslos. Das fahrstabilste Segel der Gruppe wirkt dabei leicht und – auf dem Standardmast – schön straff. Mit gutem Twist federt es Böen ab, wirkt recht racig und schnell. Reicht der Wind für den guten Gleiter dennoch mal nicht, nimmt es Pumphilfe willig an und kann so einen großen Windbereich in einem Trimm abdecken, denn auch oben raus bleibt es stabil und neutral in der Hand, ohne, dass du es vorher besonders flachziehen müsstest. An der Grenze zwischen Freemove und Freeride bietet das Fusion gute Fahrleistung und einen großen Einsatzbereich, bei gutem Halsenhandling – in der Kurve schiftet es locker und mit weichem, nicht wahrnehmbaren Lattenwechsel. Für Powerhalsen oder Race Jibes ein echter Beschleuniger, denn nach dem Dichtholen beschleunigt dich das Segel flott wieder aus der Kurve heraus. Die lange Gabel, immer vorhandenes Restprofil und das etwas trägere Handling beim Ducken lassen es allerdings nicht zum Lieblingssegel der Freestylefraktion werden. Wer im Manöver mehr Zeit auf der "falschen" Seite des Segels verbringt, sollte bei NeilPryde auf jeden Fall zum Freestylesegel greifen.

Verwendeter Mast: NeilPryde X65 SDM 430cm, IMCS 21, 2,0 Kilo, 65 % Carbon Preis: 419 Euro

surf-Messung Segelgewicht: 4,16 kg Mastgewicht: 2,26 kg

Foto: Stephan Gölnitz
  Farbig wurden die NeilPryde-Lattenspanner.Foto: Stephan Gölnitz
Farbig wurden die NeilPryde-Lattenspanner.
  „Highlight“ bei NeilPryde 2013 ist sicher das aufwändig laminierte Schothorn mit Kevlarfäden in genau radialer Anordnung – zur optimalen Aufnahme der Zugkräfte bei geringem Gewicht.Foto: Stephan Gölnitz
„Highlight“ bei NeilPryde 2013 ist sicher das aufwändig laminierte Schothorn mit Kevlarfäden in genau radialer Anordnung – zur optimalen Aufnahme der Zugkräfte bei geringem Gewicht.

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