Test 2014: Freemovesegel 5,9 Test 2014: Freemovesegel 5,9 Test 2014: Freemovesegel 5,9

Diese Segelklasse stellt die Mathematik auf den Kopf, denn du bekommst mehr als nur ein halbes Manöversegel plus ein halbes Freeridesegel und noch einen Schuss Waveeignung obendrein. Die perfekte Segelgruppe für alle, die weder ernsthaft am Kabikuchi arbeiten, oder im Speedkanal surfen oder Fünf-Meter-Wellen abreiten – aber trotzdem viel Spaß beim Surfen haben wollen.

Stephan Gölnitz [Segel links] Severne Gator 6,0 : [Tester] Christian Winderlich  |  [Segel rechts] Gaastra Cross 6,0 : [Tester] Tobias : [Spot] Langebaan

"Volkssegel" wäre fast passend, aber gemein. Denn diese Segel sind keine Biedermänner, sondern einfach die logische Konsequenz für die meisten Windsurfer, die bei mittlerem bis starkem Wind überwiegend auf Binnenrevieren surfen und dann in erster Linie heizen, halsen und springen wollen. Dazu mal eine Duck Jibe, Heli-Tack oder den Bodydrag probieren. In Ausstattung, Verarbeitung und Style stehen die Segel auf einer Stufe mit rassigen Wavesegeln – bei günstigerem Preis und meist deutlich besseren Fahreigenschaften auf Flachwasser und selbst bei gemäßigter Ijsselmeer-Welle. 

Ausstattung

In der Freemoveklasse gibt es keine komplizierten Camber wie in der Free-raceklasse oder zackig ausgestellte Schothornkonstruktionen wie bei vielen Freeridesegeln. Auf den ersten Blick scheinen die Segel recht einheitlich und ohne viel Schnick-Schnack konstruiert und gefertigt. Wer sich für die Freemoveklasse entscheidet, möchte aber auch meistens keine aufwändigen Teile. Einfacher Aufbaukomfort, solide Materialien für lange Haltbarkeit und dann natürlich ordentliche Funktion stehen hier im Vordergrund. Doch spätestens wenn man bei der Annäherung an das Objekt der Begierde die intime Distanzzone durchbrochen hat, sieht man auch in dieser Gruppe Unterschiede – die zwar meist nicht kaufentscheidend sein werden, aber am Ende doch dazu beitragen können, ob das eine oder das andere Segel "eingesackt" wird. 

Manöver

Und dabei ist leicht auszumachen, nach welchen Kriterien ein Segel besonders gut abschneidet. Grundsätzlich sind mit den Segeln alle Standardmanöver gut möglich, wer’s kann, bekommt auch schwierige Freestylemoves damit hin. Die wesentlichen Unterschiede, die ein Spitzensegel dann noch auszeichnen, liegen im Gewicht, in der Rotationsgeschwindigkeit und in der Neutralität. Beim Halsen, dem wichtigsten Testkriterium, ist eine schnelle Rotation wünschenswert,  besonders kurze Gabeln sind dabei hilfreich, aber auch ein weiter vorne liegender Druckpunkt.  Außerdem achten wir darauf, wie leicht sich ein Segel in der Halse anfühlt und auch, ob man am Ende mit gutem Schub wieder aus dem Turn rauskommt. 

Leistung

Auf den ersten Metern aus dem Stand können dabei in dem allgemein guten Feld immer wieder Segel glänzen, die mit mehr Profil und weiter hinten liegendem Druckpunkt früh Zug auf die Segelhand und Druck auf die Finne geben und das Board schnell frei machen. Nimmt der Wind dann ordentlich zu, dreht sich das Ranking meist etwas und flachere Profile, teils mit weiter vorne liegendem Druckpunkt, trumpfen auf und lassen das Leichtwindloch in der Leistungskurve vergessen. 

Die ausführlichen Beschreibungen und alle Testergebnisse gibt's unten im PDF-Download:

• Gaastra Cross 6,0 • Gun Sails Torro 5,7 • Naish Moto 6,0 • Neilpryde Fusion 6,1 • North Sails Volt 5,9 • RRD Move MKII 5,7 • Sailloft Hamburg Quad+ 5,9 • Severne Convert 6,0 • Severne Gator 6,0 • Vandal Addict 6,0

Gehört zur Artikelstrecke:

Test 2014: Freemovesegel 5,9


  • Test 2014: Gun Sails Torro 5,7

    22.05.2014Das Torro liegt leicht in der Hand und überzeugt im Vergleich vor allem bei stärkerem Wind.

  • Test 2014: Naish Moto 6,0

    22.05.2014Das leichte, neutrale Handling in Verbindung mit kaum spürbarer Lattenrotation macht das Moto zu einem exzellenten Manöversegel.

  • Test 2014: Neilpryde Fusion 6,1

    22.05.2014Das Fusion wirkt sehr freeridig, mit viel Dampf schon bei wenig Wind.

  • Test 2014: North Sails Volt 5,9

    22.05.2014Das Volt wirkt mit seinen flach im Segel stehenden Latten, auch als 5,9er, wie ein leichtes, agiles Freestyle-Wavesegel.

  • Test 2014: Severne Gator 6,0

    22.05.2014Das Gator ist ein extrem leichtes Segel mit weiter vorne liegendem Druckpunkt und ordentlich Spannung in den Latten.

  • Test 2014: Freemovesegel 5,9

    23.05.2014Diese Segelklasse stellt die Mathematik auf den Kopf, denn du bekommst mehr als nur ein halbes Manöversegel plus ein halbes Freeridesegel und noch einen Schuss Waveeignung ...

  • Test 2014: Gaastra Cross 6,0

    22.05.2014Das Gaastra Cross bietet nicht nur guten Druck beim Angleiten ...

  • Test 2014: RRD Move MKII 5,7

    22.05.2014Das RRD Move punktet vor allem mit seinem großen Einsatzbereich.

  • Test 2014: Sailloft Hamburg Quad+ 5,9

    22.05.2014Das Sailloft ist einfach anders gut. Auf einem 400er-Mast spart es unter Umständen einen Spargel, wirkt aber dennoch nicht zu soft.

  • Test 2014: Severne Convert 6,0

    22.05.2014Das Convert ist das bauchigere der beiden Severne-Segel und liegt satter und stabiler in der Hand. Prima zum Gasgeben und als Starkwind-Allrounder.

  • Test 2014: Vandal Addict 6,0

    22.05.2014Das neue Addict ist ein unkomplizierter, leistungsstarker Freemovemotor. Sehr gut zum Speedbolzen geeignet.

Themen: FreemovesegelGaastraGun SailsNaishNeilPrydeNorth SailsRRDRRDSailloft HamburgSailloft HamburgSeverneTestVandal

  • 1,99 €
    Freemovesegel 5,9 2014

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