Test 2016: Freemovesegel gegen Wavesegel 5,5

31.10.2016 Surf Testteam - Ein Wavesegel auf Flachwasser? Ein Freemovesegel beim Aerial? Das wirkt so artgerecht wie ein Adler im Käfig, oder ein Affe auf dem Einrad. Du findest aber auch Wavesegel, die gerne übers Kabbelwasser bolzen und Freemovesegel, die auch mal fliegen möchten. Deshalb haben wir sechs (un)gleiche Paare verglichen.

© Stephan Gölnitz
Freemovesegel North Sails E_Type 5,4
Freemovesegel North Sails E_Type 5,4

Die meistgestellte Frage im Shop ist sicher die nach dem Rabatt. Doch gleich danach kommt – zumindest bei Kaufabsichten in der Größe um fünfeinhalb Quadratmeter – die Überlegung, welcher Segeltyp es sein soll. Dieser Vergleich ist deshalb kein Test aus dem theoretischen Labor, sondern soll diese Fragen beantworten. Denn in der Größe um etwa 5,5 Quadratmeter buhlen Wave- und Freemovesegel nahezu gleichwertig um die Gunst der Käufer. Wavesegel sind in dieser Größe meist schon deutlich auf Angleiten und auch auf einen guten Teil Flachwassereignung geschneidert. Kleine Freemovesegel sollen auch in gemäßigter Welle gut funktionieren, Severne bewirbt seine Segellinie Gator damit, dass die Charakteristik sich in verschiedenen Größen von Wave bis Freeride verändern kann. Für Wavesurfer ist die Entscheidung einfach, ebenso für reine Speedfreaks. Die meisten Surfer suchen aber einfach nur ein Segel zum Gleiten, Halsen und ja – das ist der Knackpunkt – vielleicht auch mal zum Salzwasser-schmecken. Bis auf zwei, drei reine Spezialisten kommen alle getesteten Segel auf dem Dümmer ebenso gut klar wie am Ijsselmeer oder an gemäßigten Tagen in Heidkate. Vom Allrounder bis zum Wavespezialisten, vom Heizersegel bis zum Freestyletuch findest du eine reichhaltige Auswahl. Und bei artgerechter Haltung kannst du mit jedem einzelnen Modell lange Freude haben.

© Stephan Gölnitz
Wavesegel Gaastra Poison 5,4
Wavesegel Gaastra Poison 5,4

Den gesamten Artikel mit allen Testergebnissen dieser Segel finden Sie unten als PDF-Download:

  • Gaastra Cross 5,5
  • Gaastra Poison 5,4
  • Gun Sails Torro 5,7
  • Gun Sails Transwave 5,7
  • NeilPryde Atlas 5,4
  • NeilPryde Fusion 5,5
  • North Sails Hero 5,6
  • North Sails E_Type 5,4
  • Sailloft Cross 5,5
  • Sailloft Quad plus 5,6
  • Severne Blade 5,5
  • Severne Gator 5,5

Ausstattung: Freemove vs. Wave, das birgt bereits in der Ausstattung der Segel große Unterschiede. Doch selbst innerhalb der Wave- oder der Freemoveklasse setzen die Marken bei der "Einkleidung" der Segel nicht auf Einheitsgewand, wenn es um Materialien und Verstärkungen geht. 

Segelshapes: Vom ratzflachen Wavesegel bis zum knackig profilierten Freerideflügel toben die Segeldesigner ihre Möglichkeiten voll aus. So sind beispielsweise beide Sailloft-Segel sichtbar vorprofiliert, vor allem das Cross zeigt noch etwas mehr Profil schon an Land. Mit 1,82- Meter-Gabel wird die leistungsorientierte Charakteristik noch unterstrichen. 

Masten: 430 oder 400? Die Verteilung liegt in den getesteten Größen und bei der gemischten Gruppe bei 50 Prozent. Die Mastlänge ist dabei durchaus häufig ein Kaufgrund oder eben nicht. Zunehmend mehr Wave- und Freestylesurfer versuchen ohne einen 430er-Mast auszukommen, bei einem 5,5er als größtem Segel in der Palette. Umgekehrt versuchen Freerider häufig auch ein möglichst kleines Segel noch auf dem 430er zu fahren, der für die Segel um 6,5 Quadratmeter meist schon vorhanden ist. Darüber hinaus beeinflusst der Mast auch ganz wesentlich die Segelcharakteristik. Ein 430er wird bei gleicher Segelgröße für ein spürbar strafferes Segel sorgen als ein 400er. Leichtere Surfer bevorzugen daher häufig den kürzeren Mast, Schwerere greifen zum längeren und damit automatisch auch härteren Mast. Die Hersteller verfolgen diesen Trend anscheinend genau, denn alle Freemovesegel werden auf 430er-Masten aufgebaut, die meisten Wavesegel auf 400er. 

AUF DEM WASSER

Freerideeigenschaften: Ein ähnlicher Test in der Größe 6,2 hätte vermutlich größere Leistungsunterschiede zu Tage gefördert. Aber auch schon in der Größe 5,5 qm setzen sich einheitlich die Freemovesegel von den Wavesegeln ein Stückchen ab. Zum einen mit fast durchweg mehr Gleitleistung, vor allem aber auch durch das meist direktere, stabilere Fahrhandling in Gleitfahrt und das sportlichere Freeridefeeling im Vollgas-Modus.

Waveeignung: So eng beieinander wie die Segel im Flachwasserduell teilweise liegen, um so weiter ist­ die Kluft zwischen Freemove- und Wave­segel – zumindest bei einzelnen Segelpaaren, sobald es in die Brandung geht. 

© SURF Testabteilung
Sail Guide Freemovesegel 
Sail Guide Freemovesegel 
© SURF Testabteilung
Sail Guide Wavesegel 
Sail Guide Wavesegel 
© Fabio Staropoli
Diesen Artikel bzw. die gesamte Ausgabe SURF 6/2016 können Sie in der SURF App (iTunes und Google Play) lesen oder die Print-Ausgabe ist leider vergriffen.
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Freemovesegel gegen Wavesegel 5,5
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