Redaktion

Gaastra GTX Race 8,0

20.06.2010

Ein extrem sportliches, rennorientiertes Segel mit super Top-Speed und Kontrolle bei viel Wind. Die Handlingseigenschaften sind akzeptabel, für sehr engagierte Heizer ist das GTX Race eine Alternative zu reinen – deutlich teureren – Racesegeln. Das ist das mit Abstand zackigste Tuch im Test, das man sich auf den Powerjoint schnallen kann.

An Land: Alle Gaastra-Segel sind solide verstärkt, die Nähte unten durch Überlappung geschützt, das verwendete Monofilm ausreichend dick. Die Mastprotektoren fallen immer sehr lang aus, aber auch sehr dünn.

Auf dem Wasser: Wer bisher immer mal wieder mit dem Gedanken gespielt hat, sich ein reinrassiges Racesegel zu kaufen, sich aber noch nicht richtig traute, der könnte sich das GTX Race mal anschauen. Das Segel überzeugte im Test immer wieder mit bestem Speed über einen breiten Windbereich, super Kontrolle und absolut neutralem Fahrhandling. Egal ob böige Bedingungen, konstanter Leicht- oder Starkwind – das GTX liegt immer sehr ruhig in der Hand, den Druckpunkt erspürt man weit unten im Segel, man hat das Gefühl, das Segel halte auch das Board besonders ruhig auf dem Wasser.

Die Stärken liegen sicherlich im mittleren bis oberen Windbereich, da zeigt es allen Konkurrenten das Schothorn. Auf der Geraden erfordert es auch weniger Muckis, stabilisiert sich bei mehr Speed zunehmend und gefiel aus dem gesamten Testfeld am besten zum Gasgeben am Limit – kurz bevor dann nichts mehr geht. Dabei wirkt das Profil recht straff und direkt und vermittelt auch subjektiv das Gefühl, einen schnellen Flügel in den Händen zu halten. In der Halse rotieren die Camber ordentlich, rucken zwar spürbar aber akzeptabel um den Mast.

Es wirkt kompakt und nicht sonderlich schwer – so dass man das Segel selbst Surfern mit mittlerem Fahrkönnen empfehlen könnte – wäre da nicht die sehr breite Masttasche, die den Wasserstart im Vergleich spürbar erschweren kann. Wer so ein Segel kauft, tut das aber sicherlich nicht weil er auf bestes Handling schielt.

surf-Empfehlung für Gaastra: Für Surfer, die Leistung so nahe wie möglich am Racesegel suchen, bei noch relativ leichtem Fahrgefühl, und dazu maximale Druckpunktstabilität bei richtig viel Wind, kann es bei Gaastra nur eine Wahl geben: Das GTX Race. Wer es lieber etwas gemütlicher angehen lässt, ohne Pumpen auf Touren kommen möchte und ein fahrstabiles Segel sucht, ohne auf guten Speed zu verzichten, wählt das Swift. Der aktive Surfer, der sein Segel mit Gefühl optimal anstellt und Wert auf bestes Manöverhandling legt, kann sich auch mit dem Matrix dem Speedduell stellen. Es ist das unkomplizierteste Segel der gesamten Testgruppe.

Verwendeter Mast: Gaastra 75 490 cm, IMCS 29, 2,20 Kilo, 75 % Carbon; Preis: 489 Euro. Web: www.gaastra.com

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