Redaktion

Gaastra GTX Race 8,5

15.01.2009

Das Gaastra GTX Race ist besonders einfach zu fahren und zu trimmen. Es überzeugt mit überdurchschnittlicher Leistung im gesamten Einsatzbereich.

[Segel] Gaastra GTX 8,5 : [Fahrer] Frank Lewisch

An Land: Das GTX hat sich in den letzten zwei Jahren dramatisch gewandelt. Die Masttasche wurde extrem verbreitert, die Camber lassen sich jetzt nachträglich anklappen – wie bei reinen Racesegeln üblich. Der Profilverlauf, von sehr voll und bauchig unten übergehend in das auffällig stark twistende Topp, ist nahezu faltenfrei. Falsch trimmen kann man kaum: Ohne “Loose”, das flatternde Achterliek, lässt sich das Segel nicht aufbauen. Schon im Leichtwindtrimm, wenn man übers Vorliek gerade so weit angezogen hat, dass die Querfalten im Segel verschwinden, liegt das Topp sehr loose.

Das Segeldesign scheint ganz nahe am Racesegel Vapor angesiedelt. Das Segel ist gut verstärkt, alle Nähte und Ecken gut verarbeitet und geschützt. Lediglich die scharfen Camber-Vorderkanten erfordern beim Auf- und Abbau mehr Vorsicht. Der Mastprotektor ist zwar sehr lang, aber ungepolstert.

Auf dem Wasser: Das Gaastra zählt zu den Segeln, die keinen millimetergenauen Trimm benötigen, um immer nah an die bestmögliche Leistung heranzukommen. Und den Namenszusatz “Race” verdient es sich zu Recht. In Summe aus Geschwindigkeit in verschiedenen Windbereichen, Kontrollierbarkeit und Gleitleistung kann kein anderes Segel so universell überzeugen. Vor allem, weil man das Segel kaum umzutrimmen braucht – eine Vorliekseinstellung reicht aus, den Rest macht man idealerweise über eine montierte Trimmeinrichtung, aber auch darauf kann man bei Gaastra eigentlich verzichten. Dabei hat es als einziges Segel bereits Trimmrollen am Schothorn integriert, die die Montage einer Trimmvorrichtung deutlich erleichtern.

Das Segel wirkt leicht gedämpft, liegt super stabil in der Hand, selbst im obersten Windbereich, damit verdient es sich die beste Kontrollnote. Es liegt solide gelockt auf dem Deck und rührt sich auch bei böigen Bedingungen keinen Millimeter. Der dicke Bauch sorgt für Dampf bei Leichtwind, und so zählte das Gaastra auch wegen des ordentlichen Manöverhandlings zu den beliebtesten Segeln. Das GTX ist darüber hinaus das Segel, mit dem man am einfachsten – und über lange Strecken – schnell surfen kann.

surf-Tipp: Besonders einfach zu fahren.

Verwendeter Mast: Gaastra C100 490 cm, IMCS 29,

1,90 Kilo, 100 % Carbon, Preis: 729 Euro

Web:  www.gaastra.com

 

 

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