Gaastra GTXrace 8,5

 • Publiziert vor 10 Jahren

surf-Empfehlung: Das GTXrace ist eine günstige und gute Alternative zum Racesegel Vapor, um damit angepowert über den See zu nageln oder auch, um bei der einen oder anderen Slalom-Regatta ordentlich mitzumischen. Lediglich im bauchigen Trimm muss man sich an das etwas wackelige Fahrgefühl gewöhnen.

[Segel] Gaastra GTXrace 8,5 : [Tester] Stephan Gölnitz : [Spot] ‚Langebaan

Bei Gaastra lassen sich die Cambersegel leicht einteilen. Du hast die Wahl zwischen dem reinen Racesegel Vapor, dem GTXrace mit etwas schmalerer Masttasche, einem Camber weniger, aber mit der gleichen Schothornkonstruktion, und für Nicht- Regattasurfer bietet sich das bauchigere Swift an, mit zwei Cambern und nochmals schmalerer Masttasche.

An Land: Das aktuelle GTXrace hat 2011 eine nochmals breitere Masttasche verpasst bekommen, die vom verwendeten X-Ply optisch leicht kaschiert wird. Die aufwändige Schothornkonstruktion stammt eins zu eins aus der Worldcup-Entwicklung

Auf dem Wasser: Auch auf dem Wasser spürt man gleich, dass der neue Amateur- Racer verdammt nahe am Vapor orientiert ist. Das Segel liegt im flachen Trimm extrem gut kontrollierbar in der Hand. Es erfordert immer etwas aktive Führung, ist nie hundertprozentig eigenstabil, doch mit Druckpunktwanderungen hat man lange, lange keine Probleme. Da scheint auch die Schothornkonstruktion ordentlich mitzuhelfen. Richtig angepowert bildet sich in der diagonal durch die Gabel laufenden Latte ein leichter S-Schlag, das Lattenende twistet sichtbar leicht nach Lee und bleibt so stehen, federt in Böen nur minimal. Der Segeldruckpunkt wird so bei zunehmendem Druck entgegen der natürlichen Wandertendenz (nach hinten) durch die S-Biegung nach vorne geschoben. Das bringt viel Kontrolle, aber auch immer etwas Leben ins Segel, mit dem der erfahrene Racer aber recht leichthändig spielen kann.

Mit immens viel Twist im gesamten Achterliek, flacher Anströmung und harmonischem Profilverlauf wird das Segel ab dem gut angepowerten mittleren Windbereich einfach nur sauschnell. Es vermittelt gutes Racefeeling bei moderaten Haltekräften – auf der Geraden wirkt das Gaastra leichter als im Dümpeln. Die Camber rotieren in der Halse gut, das Segel liegt dabei schon recht satt in der Hand – wie allerdings in der Gruppe üblich. Trotz sehr direkter Reaktion auf jeden kleinsten Ruck oder Zug an der Gabel dämpft das Segel angenehm in Böen oder im Kabbelwasser. Im richtig bauchigen Angleit-Trimm konnte das Segel mit der neuen Schothornkonstruktion leistungsmäßig zwar überzeugen, das gesamte Rigg wirkte aber indirekter, und das stärkere, ständige Arbeiten der Latte überträgt sich als Unruhe ins gesamte Rigg, ebenfalls scheinen sich die Schläge vom Kabbelwasser zu übertragen. Auch der probeweise verwendete 100er-Carbon-Mast änderte an dieser Charakteristik nur sehr wenig.

Web: www.gaastra.com

Verwendeter Mast: Gaastra 75 SDM 490 cm, IMCS 29, 2,20 Kilo, 75 % Carbon; Preis: 489 Euro Segelgewicht: 6,84 kg

Mastgewicht: 2,14 kg

Martialisch anmutende breite Masttaschen mit Blick auf die Cambertechnikwie bei Racesegeln findet man auch in dieser Gruppe, zum Beispielbei Gaastra.

Der aufwändige Schothornschnitt bei Gaastra entspricht ebenfalls der neuesten Worldcup-Technik

 

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