Redaktion

NeilPryde H2 8,2

20.06.2010

Das H2 ist das am leichtesten in der Hand liegende Cambersegel und wirkt sehr kompakt. Der Einsatzbereich ist sehr groß, es lässt sich problemlos super bauchig oder sehr flach trimmen und funktioniert dabei. In Manövern ruckt es im Leichtwindtrimm ordentlich. Mit sehr kompakter Outline funktioniert es auf einem 460er-Mast tadellos.

[Segel] NEILPRYDE H2 8,2 : [Tester] Fank Lewisch : [Spot] Dahab

An Land: NeilPryde präsentiert in dieser Saison den neuen, gut gepolsterten und dabei sehr leichten Mastprotektor. Insgesamt fallen alle Segel, auf der Waage wie auf dem Wasser, durch das geringe objektive wie subjektive Gewicht auf. Ein Grund ist auch der teilweise verwendete, dünnere Monofilm. Die Camber beim H2 lassen sich leicht anklappen – wenn man der Aufbauanleitung folgt. Tendenziell haben die Segel etwas weniger Loose Leech.

Auf dem Wasser: Das H2 hat es nicht leicht – als Nachfolger von gleich zwei erfolgreichen Segeln. Immerhin soll es die beiden Freeridesäulen der Pryde-Palette, V8 und V6, ersetzen. In diesem breiten Testfeld konnte sich das H2 als bärenstarker Motor für den unteren und mittleren Gleitwindbereich etablieren. Dabei wirkt es erstaunlicherweise trotz sehr steifem und tiefem Profil sehr leicht und kompakt – wie aus einem Guss. Auch auf dem kurzen, tendenziell weicheren 460er- X6-Mast schwabbelt es nicht, sondern liegt leicht und direkt in der Hand.

Beim Angleiten steht es besonders ruhig und stabil, tendenziell hat man immer etwas mehr Zug auf der hinteren Hand, der aber auch bei viel Wind nicht merklich zunimmt. Im flachen Trimm lässt es sich leicht und kontrolliert weit rauffahren und deckt insgesamt den breitesten Einsatzbereich der Gruppe ab. Lediglich in Manövern zahlt man – vor allem im bauchigen Trimm – den Preis für das konstant anliegende, hohe Drehmoment.

Das Handling an sich geht klar – das Rigg wirkt auch beim Ablegen erstaunlich leicht – die Camber legen jedoch einen wirklich weiten Weg zurück. Sie rotieren prima und leichtgängig, kommen aber mit richtig Schwung und einem ordentlichen Sound auf der anderen Seite an. Das ist allerdings mehr Schall und Bauch – wer objektiv nur auf das achtet, was in den Händen passiert, kommt auch mit dem Hubraumriesen ordentlich durch die Halse.

surf-Empfehlung für NeilPryde: Das H2 soll in der Freeride-Camberliga jetzt alle Surfer bedienen. Kann es auch – fast. Nur wer ein High-End-Segel in der Raceliga sucht, ähnlich wie ein Gaastra GTX Race, sollte das RS:Slalom wählen. Alle anderen finden im H2 einen gelungenen Nachfolger für V6 und V8, dazu leichter und kompakter. Das Hellcat bleibt denen, die keine Camber mögen – es ist dabei auf der Geraden so einfach und fahrstabil zu fahren wie ein leichtes Camber segel. Wer maximalen Spaß auch bei Manövern sucht, greift ebenfalls zum Hellcat.

Verwendeter Mast: NeilPryde X6 460 cm, IMCS 25, 2,00 Kilo, 80 % Carbon; Preis: 499 Euro. Web: www.neilpryde.de

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