NeilPryde RS:Slalom MK III 8,6

 • Publiziert vor 13 Jahren

Gute Leistung bei weniger Wind, bestes Handling und leichtes Fahrgefühl werden beim North Sails S_Type vereint.

[Segel] NeilPryde RS:Slalom MK III 8,6 (links) und North Sails S_Type 8,4[Tester] Frank Lewisch und Manuel Vogel

An Land: Willkommen in der Freerace-”Pro”-Welt. Das neue RS:Slalom dokumentiert schon an Land, dass es sich um ein deutliches Upgrade zum klassischen Freeracesegel handelt. Die Masttasche wurde nochmal breiter. Auffälligstes Designmerkmal ist aber die extrem verkürzte Gabellänge mit einer weit über das Schothorn hinaus ragenden Latte, die die Profilsehne über der Gabel wieder verlängert. Das soll den Twist des gesamten Achterlieks verbessern und bei viel Wind den Druckpunkt vorne stabilisieren. Sämtliche Features sind bei NeilPryde üblich – der Mastprotektor wurde leichter und bleibt dabei gut gepolstert und robust. Im oberen Teil des Segels wird vergleichsweise dünner Monofilm eingesetzt, die Achterlieksverstärkung ist bereits direkt oberhalb der Gabel weniger als dürftig – dieses Produkt erfordert sorgsame Behandlung.

Auf dem Wasser: Im RS:Slalom steckt viel vom kommenden RS:Racing, das spürt man sofort. Leistungsmäßig dominiert das Segel den Test, wirkt dabei leicht und bleibt lange gut kontrollierbar – wenn man es am Schothorn auf den stärkeren Wind einstellt. Es reagiert etwas sensibler auf den Trimm als das Gaastra GTX Race. Dafür belohnt es mit sagenhafter Beschleunigung nach dem Angleiten und in Böen, kann sich so auf jedem Kurs von allen anderen Segeln absetzen. Das Fahrgefühl bleibt dabei sehr leicht, das Topp macht weit auf, außerdem dürfte das leichte Material einen guten Beitrag zum beeindruckenden Fahrgefühl leisten.

Als Ergänzung zum V8 passt das RS:Slalom wirklich gut in die NeilPryde-Palette, auch wenn wir sonst keine Freunde von übermäßig vielen Segelmodellen sind: Auf leichten Slalom- oder Freeraceboards kann sich das RS:Slalom gegenüber dem V8 erkennbar absetzen. Auf schwereren Freerideboards bleibt das noch druckvollere V8 die bessere Wahl. Ebenfalls wegen der Manövereigenschaften. Das Segel wirkt zwar vergleichsweise recht leicht, die Camber rotieren aber, trotz aufwändiger Rollenkonstruktion, nach dem Schiften erst dann, wenn man schon wieder richtig Druck auf der Folie hat.

Wir konnten das MK III gegen das 2008er RS:Racing fahren – bis auf die Kontrolle bei Mega-Wind kann das Slalomsegel alles besser als das alte Racesegel. Der Performance-Tipp geht damit klar an dieses Segel.

surf-Tipp: Für Surfer mit Contest-Ambitionen oder sehr engagierte Freizeit-Racer.

Verwendeter Mast: NeilPryde X9 Ultra 490 cm, IMCS 29,

1,75 Kilo, 100 % Carbon, Preis: 999 Euro

Web:  www.neilpryde.de

 

 

Gehört zur Artikelstrecke:

Freerace- und Slalomsegel 8,5 2009


  • North Sails Ram F9 8,4

    15.01.2009Das Ram F9 ist ein sehr race-orientiertes Segel mit Bestleistung bei viel Wind.

  • North Sails S_Type 8,4

    15.01.2009Gute Leistung bei weniger Wind, bestes Handling und leichtes Fahrgefühl werden beim North Sails S_Type vereint.

  • Point-7 AC-2 8,3

    15.01.2009Das AC-2 dreht vor allem bei viel Wind richtig auf und bietet gute Leistung in einem weiten Windbereich. Die Optik ist ein garantierter Hingucker.

  • Gaastra GTX Race 8,5

    15.01.2009Das Gaastra GTX Race ist besonders einfach zu fahren und zu trimmen. Es überzeugt mit überdurchschnittlicher Leistung im gesamten Einsatzbereich.

  • Gun Sails Cannonball 8,6

    15.01.2009Das Gun Sails Cannonball ist ein kraftvolles, aber auch etwas schwerer wirkendes Segel mit Stärken im unteren Gleitwindbereich.

  • NeilPryde RS:Slalom MK III 8,6

    15.01.2009Gute Leistung bei weniger Wind, bestes Handling und leichtes Fahrgefühl werden beim North Sails S_Type vereint.

  • NeilPryde V8 8,5

    15.01.2009Das V8 vereint sehr viel Leistung bei wenig Wind mit dem leichtesten Fahrgefühl.

  • Freerace- und Slalomsegel 8,5 2009

    15.01.2009Racesegel sind schwer und vor allem sauteuer. Wir haben die klassischen Freeracesegel mit den neuen Slalomsegeln gemeinsam getestet und finden, dass die aufgemotzten Freeracer ...

Themen: DownloadFreeracesegelNeilPryde

  • 2,00 €
    Test: Freerace- und Slalomsegel 8,5

Lesen Sie die SURF. Einfach digital in der SURF-App (iTunes und Google Play) oder bestellen Sie es im Shop als Abo oder Einzelheft:

iTunes Store Google Play Store Delius Klasing Verlag
Anzeige
  • Venezuela: Adicora

    29.01.2005Die Charchulla-Twins hatten schon einen verdammt guten Riecher. Geht doch nicht nur die Entdeckung der High-Wind-Area El Yaque auf ihre Kappe, sondern auch die eines weiteren ...

  • Point-7 AC-X (2G) 7,0

    29.05.2012surf-Empfehlung: Ein 7,0er-Segel, das kleiner wirkt und seine Stärken im mittleren Windbereich entfaltet – mit gutem Potenzial auch bei Starkwind.

  • Schweden: Südschweden

    23.12.2011Es gibt sie noch, die unbekannten und knackigen Spots in Europa. Während die Spots in Westdänemark schon mehr als bekannt sind, liefert die Westküste Schwedens noch einige bissige ...

  • NeilPryde leichte Sommershorties

    12.06.2011Glatthaut, doppelt kaschiert, mit oder ohne Kurzarm, die Shorties von NeilPryde gibt es in diversen Ausführungen, auch mit unterschiedlicher Materialstärke.

  • Kroatien: Dalmatien

    13.07.2004Ergänzende Infos zum Kroatien-Bericht in SURF 5/2008: Die Inselwelt Dalmatiens ist in den Sommermonaten nicht nur unter hochmotorisierten Kreuzfahrern ein beliebter Anlaufpunkt. ...

  • Chile

    20.08.2009Lang (4300 km), hoch (6839 m) und schmal (90 km) – Chile ist ein Land der Extreme. Von den trockenen Wüsten im Norden bis ins eisige Feuerland erstreckt sich das südamerikanische ...

  • Freemoveboards 95

    15.01.2012Egal ob Fehmarn, Ijsselmeer oder Brouwersdam, in den meisten Revieren ohne Brandungswelle sind Freemoveboards die vielleicht vielseitigsten Allrounder. Mit ausreichend ...

  • F2 Chilli 99

    20.10.2008Der F2 Chilli ist ein ausgewogenes Freestyleboard, das seine Stärke eindeutig bei radikalen New School Moves jenseits des Spocks hat. Guten Freestylern wird das freie, ...

  • North Sails S_Type 8,4

    05.07.2013surf-Empfehlung: In Summe eines der ausgewogensten Segel, das lediglich sehr straff auf dem Mast steht. Leicht, druckpunktstabil und schnell. Passt zu Freerideboards ebenso wie zu ...