North Sails Ram_F10 8,0

 • Publiziert vor 11 Jahren

Das Ram_F10 ist ein sehr raceorientiertes Segel mit flachem Profil und sehr gutem Top-Speed. Als Leichtwind-Freeridesegel fehlt bei weniger Wind etwas Gleitleistung. Richtig bauchig lässt es sich nicht aufbauen. Wir würden es Slalompiloten als Alternative zum Racesegel empfehlen, in kleineren Größen sicherlich auch allen, die den persönlichen GPS-Speedrekord brechen möchten.

[Segel] NORTH SAILS Ram_F10 8,0 : [Tester] Frank Lewisch : [Spot] Langebaan

An Land: Wer North fährt braucht kein iPad – alle Trimmangaben, die man bekommen könnte, stehen schon auf dem Segel. Sogar die unterschiedliche Gabellänge je nach Befestigungshöhe ist berücksichtigt. Dazu die Trimmmarkierungen im Segel – eigentlich kann man da nicht mehr viel falsch machen. Vorsicht ist bei einigen Segelgrößen bei Verwendung von Masten mit dem North-Extender geboten: Wenn nur wenige Zentimeter zusätzliche Verlängerung benötigt werden (wie die 12 Zentimeter beim S_Type 8,4), passen lange Verlängerungen wie die von uns gerne verwendete Power.XT 42 nicht in den Extender. Die Verstärkungen sind sämtlich tadellos, die Rollencamber beim S_Type und Ram funktionieren vorbildlich.

Auf dem Wasser: Das North Sails Ram absolvierte den Test mit allen Vorzügen, aber auch den kleinen Zicken eines Semi-Racesegels. Der Aufbau gelingt Dank der guten Rollencamber wirklich erstaunlich leicht, für den perfekten Trimm benötigt man dann etwas Fingerspitzengefühl und muss ein bisschen rumprobieren – der ambitionierte Racer macht das ja aber meist gerne.

Hat man einmal die optimale Vorliekseinstellung gefunden, mutiert das Segel zu den schnellsten im Test und überzeugt mit sehr guter Kontrollierbarkeit. Fahrer mit gutem Segelgefühl können es richtig schnellmachen. Festhalte-Grobis, die lieber mit Zug auf der hinteren Hand Gas geben, müssen sich erst an das etwas agile Segelgefühl gewöhnen, das Ram steht nicht von allein so stabil wie das einfacher zu surfende S_Type.

Wer in erster Linie ein Freeride-Freeracesegel sucht, wird etwas Dampf im unteren Windbereich vermissen, das flache Profil lädt sich erst etwas später auf. Dafür überrascht es in der Halse, wo die Camber so gut rotieren, wie sie beim Aufriggen auf den Mast springen, auch das subjektive Segelgewicht in Manövern geht für die rennsportliche Ausrichtung okay.

surf-Empfehlung für North Sails: Wer die Vorzüge eines Cambersegels mit den geringst möglichen Nachteilen sucht, liegt mit dem North Sails S_Type richtig. Es ist das unkomplizierteste Cambersegel des Tests. Das Ram passt besser zu schnellen Slalomboards und Surfern, die auf der Top-Speedjagd sind. Mit mehr Dampf im unteren Windbereich bei gleicher High-End-Leistung wäre da aber sogar das Race segel Warp eine überlegenswerte Alternative. Das X_Type ist die camber-lose Empfehlung besonders für den un-teren bis mittleren Gleitwindbereich mit sehr guten Manövereigenschaften.

Verwendeter Mast: North Sails Gold 460 cm, IMCS 25, 2,00 Kilo, 75 % Carbon; Preis: 480 Euro. Web: www.north-windsurf.com

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