Redaktion

Point-7 AC-K 3Cam 8,5

15.04.2011

surf-Empfehlung: Ein sehr (fahr-)stabiles Segel mit beachtlicher Leistung und höchstem Racefeeling im gesamten Windbereich. Für kräftige Surfer auch als Ersatz zum Racesegel denkbar, es kann mit Gaastra und North das führende Leistungstrio auf der Rennbahn komplettieren.

[Segel] Naish Indy 8,2 : Point -7 AC-K 3Cam 8,5 : [Tester] Stephan Gölnitz, Frank Lewisch : [Spot] Langebaan

Die schnellen schwarzen Segel sind mittlerweile auch bei Regatten ein gewohntes Bild. Kein Wunder, Macher Andrea Cucchi ist selber Top-Slalom- und Formulafahrer. Das AC-K mit drei Cambern ist innerhalb der Range die leicht abgespeckte Version des Rennsegels AC-1.

An Land: “True black power” ist der Slogan der Marke und die solide schwarze Folie vermittelt wirklich robuste Haltbarkeit und sorgt für einen optisch auffälligen Auftritt am Strand. Das gelb-goldene Segelfenster soll UV-beständiger sein und so passte das Segel ganz nebenbei schon fast peinlich gut zu dem schwarzgoldenen Tabou Manta. Das Segel zeigt extrem viel Loose Leech, wie man es sonst nur von Worldcup-Racesegeln kennt.

Auf dem Wasser: Keine Frage, das AC-K ist verdammt nah dran am AC-1. Das massiv wirkende Rigg produziert beim Anpumpen ohne Verzögerung maximalen Lift und beschleunigt druckvoll, ohne dabei nur im geringsten zu zucken oder zu wackeln. Einmal dichtgeholt und aufs Deck gezogen, arbeitet an diesem Segel nur noch das weit auftwistende Achterliek, der untere Teil des Segels steht so ruhig wie aus Ziegeln gemauert. Hinter dieser schwarzen Segelwand kann man sich obendrein super verstecken, selbst die grelle südafrikanische Sonne schimmert nur wie ein blasser Mond

durchs Fenster. Dabei vermittelt das AC-K einerseits recht hohe Haltekräfte, dafür kann man sich auf allen Kursen, auch raumwinds, sehr stabil mit gestrecken Beinen verkeilen und eine extrem stabile Körper-Rigghaltung einhalten, egal wie heftig die Böen ins Segel fallen. Das erfordert aber auch – im Vergleich zum North beispielsweise – ordentlichen Gegenhalt. Das Profil mit flacher Anströmkante und der tiefsten Stelle etwas weiter hinten vermittelt beständig leichten Zug auf der hinteren Hand, den man gut zum Beschleunigen und als Feedback für die perfekte Segelstellung nutzen kann. Druckpunktwanderungen treten nicht auf. Im oberen Windbereich erfordert es einiges an Hinhaltevermögen, um richtig schnell zu surfen, dann lässt es sich aber von keinem Konkurrenten abhängen.

Web: www.point-7.com

Verwendeter Mast: Point-7 C 80 SDM 490 cm, IMCS 27, 2,15 Kilo, 80 % Carbon; Preis: 329 Euro Segelgewicht: 6,92 kg

Mastgewicht: 2,32 kg

 

Sehr viel Loose Leech und schussfeste Verstärkungen bietet das Point-7-Segel.

Sehr praktisch ist der Point-7-Aufdruck für die richtige Einstellung der Mastverlängerung. Einfach dranhalten und man ist von möglicherweise nicht passenden oder nicht vorhandenen Angaben aufder Verlängerung unabhängig.

 

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