Redaktion

Test 2017: Freeracesegel Goya Mark Pro 7,2

  • Stephan Gölnitz
25.08.2017

Goya wurde berühmt mit soliden Wavesegeln. Kann das camberlose Freeracesegel erfolgreich daran anknüpfen? Wir haben es ausprobiert.

Freeracesegel Goya Mark Pro 7,2

Schon beim Ausrollen finden sich beim Goya Mark Pro viele Merkmale aus der Wavelinie wieder: Robuste SchothornVerstärkungen, weiches, leichtes Gittermaterial und Carbonbänder, die entlang der schwarzen Nähte verlaufen. Das Gittermaterial im Unterliek wirkt mit Kevlarfäden besonders robust. Dennoch macht normaler Monofilm einen Großteil des eingesetzten Materials aus – in normaler Stärke – was für überragenden Durchblick sorgt. Beim Aufbau ist die starke Vorliekskurve spürbar, der Mast muss ordentlich ins Segel gepresst werden, die Trimmkräfte sind stramm, bis das Segel das erforderliche deutliche Loose zeigt, aber noch gut machbar.

Erstaunlicherweise wirkt das Segel eher soft, ganz so, wie man es auch von den Wavesegeln gewohnt ist. Die stark vorgekrümmten Latten sind sehr soft und könnten für diesen Eindruck mit verantwortlich sein. Dennoch formen sie bereits an Land ein sichtbares Profil im Segel und halten den Druckpunkt gut im Griff, das tiefe, gleitstarke Profil bleibt über einen weiten Windbereich wirkungsvoll stabilisiert. In erster Linie überzeugt das Segel aber mit der angenehmen Dämpfung und dem besonders leichten Feeling. Das lässt auch die Halsen zum Genuss werden, auch wenn die Latten – zwar weich, aber deutlich spürbar – umschlagen.

surf-Fazit: Kräftig, aber gut kontrollierbar und ruhig in der Hand, dabei sehr leicht. Mit sechs Latten und recht softem Fahrgefühl zwischen Freeride und Freerace angesiedelt.

Hohe Trimmkräfte: Goya Mark Pro 7,2

Goya Mark Pro Größen: 5,4/5,8/6,2/6,6/7,2/7,8/8,5 qm Vorliek: 411/420/437/450/467/483/501 cm Gabel: 181/185/190/195/202/212/224 cm Preise: 637/657/671/686/710/734/755 Euro Infos: www.goya-windsurfing.com

Diesen Artikel bzw. die gesamte Ausgabe SURF 8/2017 können Sie in der SURF App (iTunes und Google Play) lesen – die Print-Ausgabe erhalten Sie hier.

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