Freeridesegel 2-Cam 8,2 - 2011

 • Publiziert vor 11 Jahren

Bei Freeracesegeln ab acht Quadratmetern greifen viele Surfer zum Cambersegel, weil die Spangen am Mast den Druckpunkt im Zangengriff halten, die Segel meist weniger trimmsensibel reagieren und permanent mit viel Profil maximalen Vortrieb leisten sollen. Wir wollten wissen, wer das 2011 am besten meistert und wie weit ein camberloses Segel bei diesen schon üppigen Dimensionen mithalten kann. Einige komplett neue Schnitte sorgen für neu gemischte Karten.

[Segel] Gaastra Savage 8,2: [Tester] Mikel Slijk : [Spot] Torbole/Gardasee

“Ab acht Quadratmeter werden mehr Segel mit Cambern als ohne verkauft”, weiß surf-Tester Frank aus dem Shop-Alltag. Dafür gibt es gute Gründe: Das Aufriggen dauert meist nur unwesentlich länger, in Summe der Leistungen liegen Cambersegel in dieser Größe traditionell vorne. Vor allem ohne umzutrimmen decken sie meist einen größeren Windbereich ab und liegen besonders fahrstabil in der Hand. Der Manövervorteil für camberlose Segel beschränkt sich auf Starts und Wendemanöver, in der Halse stört ein gut rotierender Camber dagegen vergleichsweise wenig.

Die neuen, kompakten Segelschnitte mit ausgefallenen Schothornschnitten lassen sich nach den Daten nur noch begrenzt vergleichen – alles, was hinten über die Gabel übersteht, wird in den technischen Daten schlicht unterschlagen. Um ein gutes Gefühl für die tatsächlichen Dimensionen zu bekommen, haben wir dazu neben der nominellen Gabellänge auch gemessen, wie weit die Latte oberhalb der Gabel übersteht. Unser Fahrleistungssieger, das North Sails S_Type, käme mit einer Gabellänge von 2,29 Meter plus Überhang von 29 Zentimetern bei einer konventionellen Schothornkonstruktion auf eine Gabellänge von 2,58 Meter. Aus dieser langen Segelsehne zieht es unglaublich viel Leistung und bleibt dennoch mit tollem Twist obendrein spitzenmäßig kontrollierbar bei viel Wind.

Das Gaastra Swift benötigt ebenfalls eine 2,28 Meter lange Gabel, ist tatsächlich aber – eher konservativ geschnitten – viel gestreckter, weil es auch da aufhört, wo die Gabel endet. Funktioniert hat das Gaastra Swift im Test ebenfalls – und zwar ebenfalls richtig gut. Und beweist damit, dass technische Neuerungen zwar meist in einzelnen Punkten spürbare Verbesserungen bringen, aber nicht immer automatisch in allen Belangen überlegen sind.

Die Testergebnisse der 6 Freeridesegel 2-Cam 8,2 gibt es unten als PDF-Download. 

Gehört zur Artikelstrecke:

Freeridesegel 2-Cam 8,2 - 2011


  • NeilPryde H2 8,2

    15.07.2011surf-Empfehlung: Wer ein leichtes Segel mit besonders viel passiver Gleit-Power sucht, sollte das H2 in die nähere Auswahl nehmen.

  • North Sails S_Type 8,4

    15.07.2011surf-Empfehlung: Ein leistungsstarkes, äußerst schnelles Segel mit sehr großem Windbereich in einem Trimm. Passt auch besonders gut zu schnellen Freeraceboards.

  • Sailloft Hamburg Cross Pro 8,0

    15.07.2011surf-Empfehlung: Fahrstabil, straff, leicht und gleitstark empfiehlt sich das Sailloft als vielseitiges Freeridesegel vor allem für größere Freerideboards.

  • Severne Turbo 8,1

    15.07.2011surf-Empfehlung: Vom Fahrgefühl das leichteste Segel – auf der Geraden und in der Kurve – und dabei schnell und gut kontrollierbar. Mit geringen Haltekräften empfiehlt es sich ...

  • Gaastra Swift 8,3

    15.07.2011surf-Empfehlung: Das Swift wirkt weniger rennorientiert – dafür gibt’s bei Gaastra das GTX – aber das Easy-Surfing-Prädikat hat es sich in der Gruppe zweifelsfrei verdient. ...

  • Gaastra Savage 8,2

    15.07.2011surf-Empfehlung: Ein technisch anspruchsvolleres Segel, das gerne im oberen Windbereich eingesetzt wird. In der Acht-Quadratmeter-Klasse tut sich das Savage schwer, vor allem weil ...

  • Freeridesegel 2-Cam 8,2 - 2011

    15.07.2011Bei Freeracesegeln ab acht Quadratmetern greifen viele Surfer zum Cambersegel, weil die Spangen am Mast den Druckpunkt im Zangengriff halten, die Segel meist weniger trimmsensibel ...

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