Gaastra Savage 8,2

 • Publiziert vor 10 Jahren

surf-Empfehlung: Ein technisch anspruchsvolleres Segel, das gerne im oberen Windbereich eingesetzt wird. In der Acht-Quadratmeter-Klasse tut sich das Savage schwer, vor allem weil die Cambersegel abgespeckt haben und sich das Manöverhandling überwiegend auf Halsen beschränkt.

[Segel] Gaastra Savage 8,2: [Tester] Mikel Slijk : [Spot] Torbole/Gardasee

An Land: Das Savage zeigt – folgt man den Angaben – sehr viel Loose Leech, die Gabel musste bei uns etwa sechs Zentimeter länger eingestellt werden als angegeben. Die Schothornkonstruktion wie beim Racesegel Vapor bringt einen Hauch Worldcup-Flair in die Freeraceklasse. Das Savage ist in dieser Gruppe das camberlose Referenzsegel. Am Schothorn erleichtert ein integrierter Rollenbeschlag die Montage eines Trimmsystems, ohne Trimmsystem ist es dagegen umständlicher zu fädeln.

Auf dem Wasser: Neben den aktuellen, leichten Cambersegeln geht das camberlose Savage mit theoretischem Vorteil ins Rennen. Eine Latte mehr und vielleicht auch die aufwändige Schothornkonstruktion fressen den Gewichtsvorteil allerdings zumindest beim Starten und Dümpeln gleich wieder auf. Erst im Reisetempo, eingehakt und locker gleitend, vermittelt das Savage wieder ein leichteres Gefühl, vor allem durch die sehr geringen Haltekräfte. Dabei liegt das Segel allerdings lange nicht so fahrstabil im Wind wie die cambergestützten Konkurrenten. Die Schothornkonstruktion erlaubt dem Achterliek sehr frei wegzutwisten, der Druckpunkt soll dabei in Böen durch einen S-Schlag in der Segellatte nach vorne geschoben und stabilisiert werden. Allerdings scheint das im mittleren Windbereich und besonders auch in kabbeligem Wasser eine Eigendynamik zu entwickeln, die sich in eben diesem leicht nervösen Fahrhandling äußert – das Segel muss nicht einfach nur dichtgehalten werden, sondern mit etwas Gespür geführt und korrigiert werden. Erst richtig angepowert weht das Achterliek stabil aus und das Segel liegt dann im oberen Speedbereich stabiler in der Hand. Mit weniger Spannung aufgebaut bietet das Savage trotz fehlender Camber ordentlich “Punch” unten raus, wirkt dann aber recht soft und weniger direkt.

Web: www.gaastra.com

Verwendeter Mast: Gaastra Freerace SDM 490 cm, IMCS 29, 2,20 Kilo, 75 % Carbon;

Preis: 489 Euro

surf-Messung

Segelgewicht: 5,9 kg

Mastgewicht: 2,2 kg

 

 

Das Schothorn beim Gaastra Savage ist eine Worldcup-Replica.

 

Das Gaastra Savage funktionierte im Racetrimm mit viel Vorlieksspannung.

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