Gun Sails Rapid 6,7 Gun Sails Rapid 6,7 Gun Sails Rapid 6,7

Gun Sails Rapid 6,7

 • Publiziert vor 8 Jahren

surf-Empfehlung: Das günstige Gun ist besonders leistungsstark und würde daher schon fast als Freeracesegel durchgehen: Ein Segel, das derart früh angleitet, in einem Trimm lange fahrbar bleibt und auch beim Top-Speed seine Duftmarke hinterlässt, sorgt in Summe dafür, dass sein Pilot die Kumpels am Ende des Privatduells meist hinter sich gelassen hat. Nur wer ein maximal leichtes Segel in Manövern sucht, wird anderswo glücklicher – das Rapid bevorzugt grundsätzlich, auch auf der Geraden, den kraftvollen Fahrstil.

Stephan Gölnitz [Segel] Gun Sails Rapid 6,7 : [Tester] Frank Lewisch : [Spot] Dahab/Ägypten

An Land: Das Rapid wurde von Designer Renato Morlotti mit einer recht langen Gabel und viel Profil ausgestattet, der Druckpunkt liegt im Vergleich etwas weiter hinten. Die verwendeten Materialien und Protektoren wirken dick und überaus solide, im Toppbereich sorgt die schon altbekannte Markierung FRED dafür, dass man den richtigen Trimm schnell findet. Für Stabilisierung des Profils sorgen auch vier Tube-Latten, die man sonst eher in Freerace- und Racesegeln findet, da diese den Druckpunkt im Grenzbereich besser stabilisieren. Besonders am Vorliek darf man schon ordentlich ziehen, denn das Gun wurde mit reichlich Vorliekskurve konzipiert. Auf dem Wasser: Egal was wir dem Rapid während unserer vielen Vergleichsfahrten auf identischen Boards als "Gegner" vorsetzten, das Ergebnis sah häufig gleich aus: Das Gun fuhr meist vorneweg. Das tiefe Profil entwickelt auch bei wenig Wind schon ordentlich Kraft und zieht dich unweigerlich über die Gleitschwelle, in Windlöchern kann man aufgrund des weit hinten liegenden Druckpunkts den Druck auf der Finne lange halten und somit länger im Gleiten bleiben. Überzeugt hat uns das Gun Sails vor allem mit seiner Unkompliziertheit, die es relativ unsensibel gegenüber Trimmfehlern macht. Zudem hängt man auch dann noch entspannt an der Gabel, wenn Fahrer anderer Segel bei zunehmendem Wind schon hektisch herumtrimmen, um den Druckpunkt im Zaum zu halten. Das Segel steht stabil, und du kannst dich bis in den Grenzbereich satt in Speedposition "einlocken". Auch wenn das Gun Sails keinesfalls als "schwer" gelten kann, muss man im Vergleich zur Konkurrenz schon spürbar beherzter zupacken, um das Segel durch Halsen und Duck Jibes zu dirigieren – was einerseits dem langen Gabelmaß, andererseits aber auch dem höheren Eigengewicht des Segels geschuldet ist.

Web: www.gunsails.de

Verwendeter Mast: Gun Expert SDM 430 cm, IMCS 21, 1,80 Kilo, 75 % Carbon Preis: 279 Euro surf-Messung Segelgewicht: 4,96 kg Mastgewicht: 1,92 kg  

Stephan Gölnitz Griffig: Bei Gun Sails lässt sich auch bei voll gespanntem Vorliek die Gabel selbst mit Riesenpranken noch leicht montieren.

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