Redaktion

Gun Sails Sunray 8,6 gegen Rapid 8,6

  • Christl Borst-Friebe
06.09.2012

Fazit: Das Cambersegel gewinnt in dieser Größe bei leichtem Gleitwind klar, wer überwiegend angepowert Gas geben will, kann auch zum NoCam greifen. Wer noch einmal nachlesen möchte, wie sich die Cambersegel und die NoCam-Vertreter jeweils innerhalb ihrer Gruppen geschlagen haben, findet die Testergebnisse in surf 5/2012. Zum Nachbestellen oder zum Downloaden auch unter www.surfmagazin.de

[Segel] Gun Sails Sunray 8,6 / Rapid 8,6 : [Tester] Frank Lewisch / Stephan Gölnitz : [Spot] Torbole/Gardasee

An Land: Beide Gun-Segel sind gewohnt solide dimensioniert, im Sunray sitzen zwei gleichgroße Camber direkt oberhalb und unterhalb der Gabelaussparung – das spart die Reißverschlüsse. Die Trimmkräfte fallen in dieser Größe bereits recht kernig aus, sind aber beherrschbar. Wie bei den meisten Segeln von Designer Morlotti, zeigen Sunray und Rapid im Idealtrimm viel Loose, man darf bei Leichtwind aber auch ruhig zwei, drei Zentimeter hinter der Markierung (FRED) im Segel bleiben. Dabei lassen sich beide Segel schon im Medium-Vorliekstrimm auch bei mehr Wind nahezu ohne Schothornspannung fahren, die Latten schieben sich beim Rapid dann weit am Mast vorbei, die Kontrollierbarkeit bleibt dennoch gut.

Auf dem Wasser: Beide Segel überzeugen sofort durch maximale Fahrstabilität und beste Kontrollierbarkeit auch bei viel Wind. Die Segel stehen sehr ruhig über dem Board und lassen den Druck über das weit twistende Achterliek raus. Im unteren und mittleren Gleitwindbereich liegt das Cambersegel besonders deutlich vorne, da nimmt man dem camberlosen Tuch bei einem Race über den halben See schon mal ein paar Boardlängen ab. Gerade im Durchgleiten bei nachlassendem Wind oder auf Amwindkurs bleibt das Cambersegel spürbar länger “aufgeladen”.

Im High-Wind-Bereich lassen sich nur noch schwerlich Unterschiede herausfahren, da wird das gut twistende, schnelle Rapid seinem Namen gerecht. Im Manöver stören die Camber bei dem getesteten 8,6er beinahe am wenigsten. Der Speed in der Halse ist in diesem Windbereich geringer, Manöver beschränken sich auf Halsen und Wenden, das gefühlte Rigggewicht unterscheidet sich erstaunlich wenig. Wer bei der Halse noch den einen oder anderen Wackelkontakt hat, kann das camberlose Segel aber eher mal schnell flattern lassen und sich doch noch durch die Halse mogeln – in Situationen, wenn das Cambersegel mehr Eigenleben entwickelt.

Web: www.gunsails.de

GUN SAILS SUNRAY 8,6

GUN SAILS RAPID 8,6

Vorliek: 497 cm

Gabellänge: 226 cm

Latten: 7

Gewicht*: 5,9 Kilo

Preis: 419 Euro

*= Surf-Messung

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  • 2,00 €
    Test: Cam gegen NoCam

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