Neilpryde Hellcat 7,2

  • Christl Borst-Friebe
 • Publiziert vor 9 Jahren

surf-Empfehlung: Das Hellcat ist ein guter Freeride-Allrounder, weil es schon bei wenig Wind maximale Leistung bietet und dabei obendrein leicht in der Hand liegt. Es passt damit besonders gut zu breiten Freeride- und Freeraceboards.

[Segel] NEILPRYDE Hellcat 7,2 : GUN SAILS Rapid 7,2 : [Tester] Frank Lewisch, Manuel Vogel : [Spot] Dahab/Ägypten

An Land: Trotz langem Cut Out kommt das Hellcat auf beachtliche 2,02 Meter Gabeleinstellung und hat damit eine vergleichsweise lange Segelsehne. Bereits an Land zeigt das Segel recht viel Profil, mit vergleichsweise etwas weiter hinten liegender tiefster Stelle. Verarbeitung und Ausstattung wirken weder fragil noch überdimensioniert, sondern der Gruppe angemessen. Im Vergleich zu den extremeren Vertretern wie Gun Sails oder Severne fällt das “Loose” im Achterliek etwas gemäßigter aus.

Auf dem Wasser: Wie an Land wirkt das Hellcat auch auf dem Wasser etwas größer, dabei aber auch besonders leicht. Damit macht es beim Dümpeln eine Menge wett und lässt sich gut und mit wenig Kraft dirigieren. Der etwas weiter hinten und oben liegende Druckpunkt führt zu einer aufrechteren Haltung und vor allem zu viel Dampf schon bei wenig Wind. Auf Anpumpen reagiert es mit einer gehörigen Ladung Extra-PS und auch in Windlöchern hält das Profil mit der aerodynamisch flachen Anströmung lange Speed. So kann sich das Hellcat vor allem bei leichtem bis normalem Gleitwind ganz vorne positionieren. Hat man einmal den richtigen Trimm gefunden – das erfordert etwas mehr Probieren am Vorliek und Schothorn – deckt es ebenfalls einen weiten Windbereich in diesem Trimm ab, bleibt dabei satt fahrstabil und leicht zugleich, ein angenehmer Freeridemotor. Oben raus macht es dann im Topp nicht ganz so weit auf, da haben andere Segel ihre besonderen Stärken. Das leichte Handling findet sich auch in der Halse wieder, allerdings wirkt das Hellcat mit der langen Gabel auch da wieder etwas größer: leicht, aber eben nicht gerade zierlich. Die Latten passieren den Mast beinahe berührungslos, der Druckaufbau beim Dichtholen erfolgt gut dosierbar.

Web: www.neilpryde.de

Verwendeter Mast: NeilPryde X65 SDM 460 cm, IMCS 25, 2,10 Kilo, 65 % Carbon Preis: 499 Euro

surf-Messung Segelgewicht: 5,00 kg Mastgewicht: 2.05 kg 

 

 

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